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Cirrus7 Nimbus v2: Aktuelle Intel-Technik im komplett passiven Gehäuse

Mucksmäuschen

Ob beim Hochlaufen oder unter Volllast: Der Desktop-Rechner Cirrus7 Nimbus v2 gibt kein Geräusch von sich. Dabei glänzt der PC mit aktuellster Intel-Technik und vollem Linux-Support.

Für viele Büroanwendungen genügt bereits ein Raspberry Pi hinter dem Monitor. Geht es jedoch an anspruchsvolle Aufgaben wie Audio- und Videobearbeitung, das Kompilieren von Programmen oder den Einsatz von virtuellen Maschinen, dann braucht man einen ausgewachsenen PC. Immerhin müssen Desktop-Rechner heute keine kiloschweren Big-Tower mehr sein. Der Nimbus von Cirrus7 [1] passt in eine Schuhschachtel und verzichtet komplett auf bewegliche Teile wie Lüfter oder Festplatten. Damit arbeitet das System auch unter Volllast lautlos.

Mit dem Nimbus v2 hat der deutsche Computerhersteller das in LU 10/2013 [2] getestete Modell überarbeitet. Mehr und enger gestapelte Kühlrippen sowie sechs massive Kupferkerne sorgen für eine verbesserte Wärmeabfuhr, sodass sich aktuelle "Kaby-Lake"-CPUs bis hin zum Intel Core i7-7700T mit 35 Watt TDP verbauen lassen. Der Preis des Basismodells mit einer kleinen SSD sowie WLAN/BT liegt bei 677 Euro. Das Testgerät mit der schnellsten CPU kostet knapp über 1200 Euro (siehe Tabelle "Cirrus7 Nimbus v2: Technische Daten").

Cirrus7 Nimbus v2: Technische Daten

Komponente Testgerät Basisgerät
CPU Intel Core i7-7700T (Quad Core, 2,9 GHz, 3,8 GHz Turbo) Intel Celeron G3930T (Dual Core, 2,7 GHz)
GPU Intel HD Graphics 630 Intel HD Graphics 610
Arbeitsspeicher 16 GByte DDR4, 2133 MHz 8 GByte DDR4, 2133 MHz
Massenspeicher Samsung SSD 960 EVO 250 GByte, M.2 Samsung SSD 960 EVO 250 GByte, M.2
Kühlung Extended Cooling Edition Standard Cooling Edition
Betriebssystem Linux Mint 18.1 Ubuntu 16.04 oder 17.04, Linux Mint 18.1
Netzwerk 2 x 1000 Mbit/s RJ45, 802.11ac/a/b/g/n, BT 4.0 2 x 1000 Mbit/s RJ45, 802.11ac/a/b/g/n, BT 4.0
Schnittstellen 1 x HDMI, 1 x DisplayPort 1.2, 4 x USB 3.0, 4 x USB 2.0, 2 x Stereo 3,5mm Klinke 1 x HDMI, 1 x DisplayPort 1.2, 4 x USB 3.1, 4 x USB 2.0, 2 x Stereo 3,5mm Klinke
Abmessungen (H x B x T) 95 x 225 x 225 mm 65 x 225 x 225 mm
Preis(1) 1214 Euro 677 Euro
(1)Alle Angaben und Ausstattungsdetails mit Stand vom 26.07.2017

Cirrus7 Nimbus v2

Der Hersteller bietet die Installation von Ubuntu 16.04 oder 17.04 sowie Linux Mint 18.1 ab Werk an. Gegen Aufpreis gibt es auch Windows 10 als Option. Nach Absprache installiert Cirrus7 beide Betriebssysteme als Dual-Boot-System. Das mit Linux Mint 18.1 ausgestattete Testsystem bootet beim ersten Start in das OEM-Setup, über das Sie Benutzername, Passwort und den Namen des Rechners vergeben. Optional lässt sich hier auch noch das Home-Verzeichnis verschlüsseln.

Das System selbst wurde von Cirrus7 nicht verändert. Die Mint-Installation arbeitet mit dem Standard-Kernel aus den Paketquellen, es gibt keine zusätzlichen Repositories. Selbst beim Wallpaper handelt es sich um das Mint-Original (Abbildung 1). Das System eignet sich auch sehr gut für andere Distributionen: Vom USB-Stick gestartet, kamen Fedora 26, OpenSuse Leap 42.3 und Manjaro KDE Edition 17.0.2 mit der Hardware anstandslos zurecht.

Abbildung 1: Cirrus7 liefert seine Rechner grundsätzlich mit Linux aus (hier Linux Mint 18.1). Windows gibt es nur gegen Aufpreis.

Bei Bedarf lässt sich das System weiter aufrüsten. Haben Sie beim Kauf eine M.2-SSD gewählt, bleiben auf der Unterseite des Geräts zwei weitere Plätze für 2,5-Zoll-Festplatten oder SSDs frei; die nötigen Kabel liegen schon bereit (Abbildung 2). Demontieren Sie den Rahmen, erhalten Sie Zugriff auf das Mainboard vom Typ Asus Q170T [3]. Für den Anschluss von Peripheriegeräten gibt es jeweils 4 USB-Ports Version 2.0 und 3.0 sowie je eine HDMI- und DisplayPort-1.2-Buchse (Abbildung 3).

Abbildung 2: Die Aufnahmen für zusätzliche 2,5-Zoll-Datenträger sind bei der Version 2 des Nimbus besser zugänglich.
Abbildung 3: Der Nimbus v2 bietet je vier Ports mit USB 3.1 und USB 2.0, zwei Ethernet-Ports sowie HDMI und DisplayPort 1.2.

Gänseblümchenketten

Im Gegensatz zum Vorgänger-Modell mit Intel-Mainboard (DQ77KB) bietet das Asus-Board der zweiten Generation des Geräts nun DisplayPort 1.2. Damit lassen sich jetzt mehrere Monitore über den modernen Display-Anschluss hintereinander hängen (Abbildung 4). Umgangssprachlich nennt sich die Multi-Stream Transport (MST) getaufte Technik "Daisy Chaining" [4]. Unter Linux setzt das mindestens Kernel 3.17 voraus.

Abbildung 4: Per Daisy-Chaining via DisplayPort 1.2 lassen sich mehrere Displays an einem Kabelstrang hintereinander ketten.

Im Test funktionierte MST unter dem vorinstallierten Linux Mint 18.1 und unter Ubuntu 17.04 im Zusammenspiel mit zwei hochauflösenden Displays (Dell U2515H) sehr zuverlässig. Allerdings gilt es, darauf zu achten, dass die genutzten Monitore ebenfalls DisplayPort 1.2 unterstützen – gegebenenfalls müssen Sie das erst in den Einstellungen des Monitors aktivieren. Nur das letzte Display in der Kette darf als "Terminator" noch mit DisplayPort 1.1 arbeiten.

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