Umfangreiche Konfiguration

Nachdem nun der Desktop wieder einen aufgeräumten Eindruck macht, lohnt es, sich mit den Möglichkeiten des neuen Docks vertraut zu machen. Es bietet deutlich mehr Funktionen, als auf den ersten Blick ersichtlich. Beispielsweise unterstützt es alle Plasma-Widgets und ersetzt so nach entsprechender Konfiguration das komplette Panel. Ein Rechtsklick auf das Dock öffnet ein Kontextmenü (Abbildung 3), das unter anderem über den Punkt Einstellungen für Latte zur Konfiguration führt.

Abbildung 3: Das Kontextmenü erreichen Sie durch Rechtsklick auf eine beliebige Stelle des Docks.

Hier zeigt sich die ganze Vielfalt an Optionen zum Gestalten des Desktops: In der Voreinstellung bietet die Seite mit Verhalten, Erscheinungsbild und Funktionen drei Reiter an. Mit einem Mausklick auf den Schalter Erweitert oben rechts holen Sie zusätzlich den Reiter Tweaks hervor.

Bleiben Sie aber zunächst beim ersten Reiter: Hier geht es erst einmal um Brot und Butter in Form von Schaltern für Position, Ausrichtung, Sichtbarkeit und Verzögerung. Im Abschnitt Position legen Sie fest, an welcher Kante des Desktops Latte erscheint. Sinnvoll sind hier hauptsächlich Oben und Unten, wobei Sie über die Ausrichtung darunter die genaue Position festlegen.

Darunter legen Sie unter Sichtbarkeit fest, wie die Software mit anderen Fenstern umgeht. Haben Sie nach der Installation nichts verändert, weicht das Panel anderen Anwendungen aus. Es besteht aber die Möglichkeit, das Dock immer im Vordergrund zu halten oder stets automatisch in den Hintergrund zu schicken.

Im zweiten Reiter geht es um Layout und Größe. Zusätzlich zur Standarddarstellung bietet Latte unter anderem ein an den Plasma-Stil angepasstes Layout an, in dem sich Latte ähnlich wie das Plasma-Panel verhält (Abbildung 4). Diese Variante eignet sich gut für die Positionierung am rechten oder linken Bildschirmrand und spart so besonders auf kleinen Displays Platz auf dem Bildschirm zur Darstellung von Webseiten oder Dokumenten ein (Abbildung 5).

Abbildung 4: Mit aktiviertem Plasma-Layout ersetzt Latte bei Bedarf das gesamte Plasma-Panel.
Abbildung 5: Das Plasma-Layout umfasst auch das K-Menü zum Starten von Anwendungen.

Mit Unity gibt es auch ein Layout, das sich am derzeit noch aktuellen Desktop von Ubuntu orientiert. Die Display-Einstellung Erweitert zeigte im Test keinerlei sichtbare Veränderung zum Standard-Layout.

Generell stellen die Themes noch eine große Baustelle dar: Installieren Sie Latte beispielsweise über die Pakete für Debian oder Ubuntu, haben Sie darauf im Moment noch keinen Zugriff. Bislang finden sich die umfassenden Settings nur in der aus dem Quellcode installierten Version.

Weiter bietet dieser Reiter Optionen, über die Sie die Größe des gesamten Applets sowie den Zoom beim Mouse-Over, die Animationen sowie den Hintergrund konfigurieren.

Feintuning

Der dritte Reiter Funktionen bietet Möglichkeiten wie das Filtern der Anzeige – etwa nur für den derzeitigen Desktop, die aktuelle Aktivität oder einen bestimmten Monitor. Hinzu kommen einige grafische Gimmicks.

Ein über Erweitert zuschaltbarer Modus bietet neben dem zusätzlichen Reiter Tweaks auch zusätzliche Optionen im zweiten und dritten Reiter. So aktivieren Sie etwa das Zeichnen von Schatten und belegen die mittlere Maustaste mit Aktionen.

Der Reiter Tweaks erlaubt das Feintuning der Optik von Latte. Hier finden Sie etwa eine Funktion zum Hinzufügen von Trennelementen im Panel sowie Optionen zum Konfigurieren des Hintergrunds, der Ränder und des Schattens.

Am unteren Rand des Fensters erzeugen Sie über die Schaltfläche Neue Leiste ein weiteres Dock oder eine Kopie der derzeitigen Latte-Instanz. Alternativ klappt das auch über das Kontextmenü des Panels. Achtung: Die Schaltfläche Beenden links unten beendet nicht etwa den Dialog mit den Einstellungen, sondern gleich das komplette Programm.

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