Rollend aktualisiert

Parabola Linux setzt wie seine Basis Arch Linux auf das Rolling-Release-Prinzip. Es erscheinen also nicht in regelmäßigen Zeitabständen neue Versionen, sondern das Betriebssystem und die Pakete erhalten permanent Updates. Zusätzlich nehmen die Paketquellen auch fortlaufend neue Programme auf. Somit nutzen Sie als Anwender bei diesem Distributionsmodell stets die neueste Software. Allerdings dauert es bei größeren Projekten wie etwa Gnome, KDE oder LibreOffice durchaus ein paar Wochen, bis sie paketiert und getestet in den Paketquellen landen.

Besonders beim Kernel und den Kernkomponenten des Betriebssystems bietet das Rolling-Release-Modell im Vergleich zum statischen Versionsmodell einige Vorteile, da hier stets neue Hardware-Module einfließen, die den reibungslosen Einsatz von Linux auch auf neuester Hardware ermöglichen. Andererseits besteht durchaus das Risiko, dass bei stets aktuellen Anwendungen gelegentlich Fehler auftreten, die den Entwicklern bislang entgangen sind.

Parabola in der Praxis

Parabola Linux weiß in der Praxis durchaus zu überzeugen. Vor allem die Möglichkeit, das gesamte Betriebssystem stark zu individualisieren, besitzt ihren Reiz. Auf unseren Testgeräten offenbarten sich allerdings auch die Folgen der Kooperationsunwilligkeit mancher Hardware-Hersteller mit unabhängigen Entwicklern: Während die Grundfunktionen überall tadellos implementiert waren, versagte mangels entsprechender proprietärer Blobs die WLAN-Hardware in vielen Fällen und die WWAN-Hardware sogar komplett.

Auch zwei zum Test herangezogene TV-Karten ließen sich mangels entsprechender Treibermodule nicht in Betrieb nehmen. Dass es durchaus auch anders geht, zeigt der mittlerweile zum Qualcomm-Imperium gehörende Hersteller Atheros, dessen WLAN-Chipsätze dank offengelegter Spezifikationen in den Testsystemen problemlos funktionierten. Im Vergleich zu anderen Distributionen fällt bei Parabola Linux zudem die gute Performance auf: Selbst auf einem betagten Core2-Duo-Notebook mit Zweikern-CPU arbeitet das Betriebssystem auch mit dem wahrlich nicht ressourcenschonenden KDE Plasma 5 sehr agil.

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