Fazit

Gängige Distributionen wie Debian, OpenSuse oder Fedora tauschen ihre über lange Jahre gepflegten Installer sicher nicht so bald gegen Calamares ein. Das liegt vor allem an distributionsspezifischen Funktionen, die Calamares nicht mitbringt. Fedora liefert Calamares immerhin als Paket aus, was den Entwicklern von Derivaten vermutlich gelegen kommt. Möglich wäre aber, dass Distributionen mit eigenem Installer Calamares zusätzlich als Alternative für Einsteiger anbieten.

Calamares hat bereits knapp zwei Dutzend Distributionen überzeugt, die nun auf das Baukasten-Modell setzen. Darunter finden sich Apricity, Chakra, KaOS, Manjaro, Siduction, Tanglu und – seit wenigen Wochen – KDE Neon. Calamares bietet vorgefertigte Module für die entsprechenden Schritte, eröffnet aber genügend Freiraum, eigene Module einzubringen und das Aussehen anzupassen.

Damit haben Einsteiger in Zukunft eine vermutlich weiter wachsende Zahl an Distributionen mit einem einheitlichen Installer an der Hand. So macht Vereinheitlichung unter Linux Sinn und Spaß. 

Glossar

NVME

NVM Express. Schnittstelle, um nichtflüchtigen Speicher wie SSDs an den PCI-Express-Bus anzubinden.

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