Ubuntu: Wie gehabt

Nennenswerte Neuerungen im Vergleich zu den Vorgängerversionen bietet der aktuelle Unity-Desktop nicht. Eine Vorschauversion des noch instabilen Unity-8-Desktops ist parallel zu Unity 7 sogar vorinstalliert (Abbildung 3) und sollte wohl ursprünglich möglichst vielen Anwendern den Mund wässrig machen.

Abbildung 3: Der noch unfertige Unity-8-Desktop fällt recht leistungsfähig aus, doch viele Programme kommen nicht mit ihm zurecht.

Selbst zwei Jahre nach dem ursprünglich für 2015 anvisierten Release-Datum erweist sich das aktuelle Unity 8 aber als noch nicht reif für die Praxis: Wichtige Programme wie Firefox starten unter diesem Desktop mit dem Display-Server Mir gar nicht erst, zudem kooperiert Mir nicht mit dem für Spiele unerlässlichen proprietären Nvidia-Grafiktreiber. Weder das eine noch das andere dürfte sich noch ändern, nachdem Canonical im April Unity 8 und Mir abgekündigt sowie die Mehrzahl der Entwickler von Canonical geschasst hat.

Kubuntu

Kubuntu mit seinem KDE-Desktop erschien erstmals mit Ubuntu 5.04 und ist damit das älteste offizielle Flavor. In Version 17.04 enthält es KDE Plasma in Version 5.9.4 (Abbildung 4), bei dem sich in Sachen Stabilität und Komfort einiges getan hat.

Abbildung 4: Kubuntu, das selbstständigste der Ubuntu-Flavors, bringt sogar eine eigene Software- und Update-Verwaltung mit.

Kein anderer Desktop bietet einen größeren Funktionsumfang, keine andere Umgebung lässt sich so flexibel konfigurieren. Das schlägt sich allerdings auch im Speicherbedarf und der Startzeit nieder. Für ältere Rechner mit wenig RAM empfiehlt sich Kubuntu daher nicht.

Zu den leistungsfähigsten Features von Plasma zählen die als "Plasmoiden" bezeichneten Desktop-Widgets. Neben den bei KDE Plasma mitgelieferten existieren eine ganze Reihe von der Community beigesteuerter Plasmoiden, die sich per Mausklick herunterladen lassen (Miniprogramme hinzufügen | Neue Miniprogramme herunterladen ).

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