Technik dahinter

Klären Sie am besten vor dem Aufbruch, welche Arbeitsmittel Sie unterwegs benötigen. Neben möglichen Adaptern für diverse Formate von Netzsteckern zählen dazu Datenpakete des Mobilfunkproviders für das Smartphone, um dieses als mobilen Hotspot zu nutzen. UMTS-Sticks oder Reisemodems für mobiles WLAN in Kombination mit einer lokalen SIM-Karte helfen ebenfalls, in einem bezahlbaren Rahmen zu bleiben und nicht im Nachhinein den Roaming-Tod zu sterben.

Bei der Kommunikation mit den Geschäftspartnern helfen Skype, Google Hangout und Jitsi [27] weiter – je nachdem, was das Gegenüber verwendet und wie viel Wert Sie auf Sicherheit legen. Jitsi ist vollständig Open Source, browserbasiert ohne vorherige Installation und verschlüsselt die Daten zwischen den Teilnehmern des Chats, der Videokonferenz oder des Screen-Sharings. Liefen die vorherigen Versionen nur mit Chromium, lasst sich Jitsi seit Kurzem auch mit Firefox nutzen (Abbildung 7).

Abbildung 7: Eine Chat-und-Video-Session mit Jitsi, einem Open-Source-Client für Telefonie, Videokonferenzen und Screen-Sharing im Browser.

Hilfreich ist eine Telefonnummer im Festnetz, etwa von Sipgate [28] oder über einen selbst aufgesetzten Freeswitch-Dienst [29]. Sind Sie momentan nicht zu erreichen und spricht Ihnen jemand eine Nachricht auf das Band, erhalten Sie automatisch eine entsprechende E-Mail.

Für das Smartphone lohnen sich Apps wie Scanbot [30] zum Digitalisieren von Dokumenten, ein Wifi-Finder wie OpenWLANMap [31], ein Backup/Cloud-Service wie Dropbox oder Owncloud sowie ein VPN-Client wie StrongVPN [32]. Als Chat-Client genießt Whatsapp zwar weite Verbreitung, als Alternative dazu ohne Erfassen der Verbindungsdaten ist Threema [33] aber definitiv einen Blick wert.

Community

Neben privaten Blogs zum Informationsaustausch der digitalen Nomaden untereinander bestehen lokale Gruppen, die sich beispielsweise über die Plattformen [34] Meetup [35] und Facebook koordinieren. Damit kommen Sie unkompliziert mit Gleichgesinnten in Kontakt.

Digitale Nomaden treffen sich auch zu einer eigenen Konferenz, der DNX Global. Dort kommen diejenigen zusammen, die bereits diesen Lifestyle leben oder zukünftig leben möchten. Erstmalig fand das Treffen 2015 in Berlin statt. Trotz des deutschen Veranstaltungsorts waren nur etwa 30 Prozent der Teilnehmer Deutsche. 2016 folgte Bangkok als Veranstaltungsort, im März 2017 kommt Buenos Aires an die Reihe, im Mai erneut Berlin [36], und im September steht dann Lissabon auf dem Plan [37].

Seit einigen Jahren gibt es außerdem Coworking-Camps, bei denen digitale Nomaden zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen [38]. Diese finden in aller Regel jährlich statt.

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