Anpassungen

Als Erstes nehmen Sie einige grundlegende Anpassungen im Gateway vor, um das System gegen physischen Zugriff durch Unbefugte abzusichern. Als Standardbenutzer dienen im Whonix-Gateway die Anwender user und root, jeweils mit dem Passwort changeme. Mit den im Terminal eingegebenen Befehlen sudo passwd user und sudo passwd root lassen beide Kennwörter schnell ändern. In einem weiteren Schritt empfiehlt es sich, die in der Vorgabe US-amerikanische Tastaturbelegung zu ändern. Über das Menü Settings | System Settings | Input Devices wechseln Sie auf das deutsche Layout.

Die Entwickler haben zudem eine Routine in das System implementiert, mit der sich jederzeit die korrekte Konfiguration des Systems überprüfen lässt. Dazu klicken Sie einfach auf das Symbol WhonixCheck auf der Arbeitsoberfläche. Die Applikation führt nun verschiedene Tests durch und kontrolliert, ob eine korrekte Verbindung zum Tor-Dienst besteht und ob für das Betriebssystem Updates anstehen. Diese Prüfungen beanspruchen einige Minuten. Danach teilt Ihnen das Programm die Ergebnisse in einem Informationsfenster mit (Abbildung 4).

Abbildung 4: Mithilfe einer automatisierten Routine überprüfen Sie die Funktion von Whonix.

Weiter stellen Sie ein, wie das System auf anstehende Updates reagieren soll. Voreingestellt spielt es Aktualisierungen automatisch ein, sobald Sie im Terminal mittels sudo apt-get dist-upgrade ein allgemeines Update anstoßen. In diesem Fall installiert die Routine sämtliche Updates der Debian- wie auch der Whonix-Entwickler. Da die Paketverwaltung die Daten ebenfalls durch das Tor-Netzwerk lädt, benötigt dieser Vorgang im Vergleich zu einem herkömmlichen Debian-System mehr Zeit.

Die Whonix-Entwickler bieten daher eine Option, die Updates zu konfigurieren. Sie öffnen diese durch Anklicken des Symbols Whonix Repository auf der Arbeitsoberfläche. In einem einfachen Dialog definieren Sie nun, ob Sie die neuen Dateien lieber manuell oder automatisiert aus einem bestimmten Whonix-Repository einspielen möchten.

Bemerken Sie Probleme beim Internet-Zugang, können Sie den Tor-Dienst neu konfigurieren und starten. Whonix stellt dazu mit Whonix Setup -- Whonix connection wizard auf dem Desktop ein einfach zu bedienendes grafisches Tool zur Verfügung. Über die Icons Stop Tor, Reload Tor und Restart Tor lässt sich der Dienst zusätzlich aus der laufenden Sitzung heraus steuern.

Firewall

Auch die Firewall-Einstellungen lassen sich mithilfe der vorhandenen Werkzeuge einfach modifizieren. Die voreingestellten Regeln erreichen Sie über das Symbol Global Firewall Settings auf der Arbeitsoberfläche. Nach anschließender Authentifizierung öffnet sich Kwrite mit den Firewall-Optionen, die für das gesamte System gelten.

In der Textdatei reihen sich die Regeln unter entsprechenden Überschriften ein, wobei der aktiv geschalteten Regel ein kommentierter Absatz mit einer Erklärung vorausgeht. So lässt sich schnell nachvollziehen, welche Regel welchem Zweck dient (Abbildung 5).

Abbildung 5: Die Firewall des Systems konfigurieren Sie über eine einfache Textdatei im Editor.

Nach Änderungen an der Konfiguration speichern Sie die Datei und aktivieren die neuen Regeln durch einen Mausklick auf das Desktop-Symbol Reload Firewall. Eigene Firewall-Regeln definieren Sie über User Firewall Settings auf dem KDE-Desktop, der ein leeres Kwrite-Fenster präsentiert. Hier tragen Sie eigene Regeln frei ein. Diese aktiviert das System ebenfalls nach dem Speichern und Neuladen der Firewall.

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