Frische Zutaten

Der aktuelle Schnappschuss setzt auf Plasma 5.8.5, KDE Frameworks 5.29.0 und KDE Applications 16.12.0. Hinzu kommen einige noch nicht veröffentlichte Portierungen von KDE-Anwendungen. Alle Pakete basieren auf Qt 5.7.1. Als Kernel kommt Linux 4.8.15 zum Einsatz, Systemd steht bei Version 232. In der Grafikabteilung findet ein aktuelles Mesa 13.0.2 Anwendung. KaOS 2017.01 erlaubt die Verwendung von Wayland, das sowohl beim Live-Medium als auch der Installation zur Auswahl steht.

Als Standard-Dateisystem dient XFS, das über die letzten Kernel hinweg stetig verbessert und beschleunigt wurde. Über die Option Linux-Next lässt sich neben dem stabilen Kernel jederzeit der aktuelle – im Test 4.9.4-1 – installieren. Der stabile Kernel bleibt dabei erhalten und steht weiterhin zur Auswahl bereit. Die Unterstützung für Qt4 und darauf basierende Pakete hat KaOS bereits vor Monaten beendet.

Für die Sicherheit sorgt bei KaOS die direkt nach der Installation bereits aktive Firewall UFW, die Sie Ihren Ansprüchen entsprechend konfigurieren müssen. Eine Anleitung dazu bietet die Dokumentation auf der KaOS-Webseite. Als zweites Bollwerk gegen Eindringlinge dient das Kernel-Modul Tomoyo. Auch hier hilft die Dokumentation beim Verständnis und der Einrichtung.

Installation und Update

Um KaOS auf der Festplatte einzurichten, kommt das immer weitere Verbreitung findende Installer-Framework Calamares [4] zum Einsatz, zu dessen Entwicklung KaOS auch direkt beiträgt. Jüngst erschien Calamares 3.0, für KaOS 2017.01 schon zu spät: Hier kommt noch Version 2.5 zum Einsatz (Abbildung 2). Sie unterstützt UEFI-Installationen nun auch mit NVME-SSDs. RAID und LVM kommen erst in den kommenden Versionen des Installers dazu. Wer sie verwenden will, muss sie derzeit noch für den Installer manuell vorbereiten.

Abbildung 2: Der Calamares-Installer ist übersichtlich aufgebaut.

Um ein Image für die Installation oder den Live-Betrieb auf einen USB-Stick zu bannen, bietet KaOS das überarbeitete Tool IsoWriter. Es kopiert das Image auf den USB-Stick und überprüft auf Wunsch dessen Integrität im Vergleich mit dem heruntergeladenen ISO-Image. Diese Prüfung können Sie auch im Dateimanager Dolphin per Rechtsklick auf das ISO anstoßen. Als Besonderheit bietet IsoWriter hinterher die Wiederherstellung des Sticks in den Originalzustand an.

Vor dem ersten Start des Systems sollten Sie im Eingangsmodus per [F2] die gewünschte Lokalisierung auswählen. Über [F3] und [F4] erreichen Sie weitere Anpassungen für den Grafikmodus und für Kernel-Optionen. Letztere bleiben dann für eine folgende Installation gesetzt. Beim ersten Start des Live-Modus oder eines frisch installierten Systems bietet KaOS dem Anwender einen First Run Wizard an, der den Weg zur Installation beziehungsweise zur ersten persönlichen Konfiguration erleichtert (Abbildung 3).

Abbildung 3: Hilfestellung im Live-Modus.

Zur Aktualisierung steht die grafische Oberfläche Octopi bereit. Alternativ bringen Sie das System in der Konsole per sudo pacman -Suy in Arch-Manier auf den neuesten Stand. Auch alle weiteren Aktionen, die das Paketmanagement betreffen, können Sie via Pacman vornehmen. Eine Übersicht der wichtigsten Befehle findet sich in der Dokumentation.

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