Unabhängig vom Netz

Das Unternehmen bietet komprimierte Endless-OS-Images in einer rund 2 GByte großen Basisversion und einer Vollversion mit etwa 13 GByte Umfang an. Das ausgepackte Image der Vollversion belegt rund 20 GByte Platz auf dem Massenspeicher, die kleinere Variante knapp unter 6 GByte. Die Vollversion kommt auf dem größeren der beiden PCs zum Einsatz.

Das Image lässt sich direkt auf einen USB-Stick transferieren und von dort aus starten. Um es in Virtualbox zu verwenden, muss man es vorab in ein VDI-Image umwandeln. Der Endless Installer for Windows erlaubt das Herunterladen der Images und setzt mindestens Windows XP voraus. Er erzeugt anschließend einen bootbaren USB-Stick. Die neue Version Endless 3.0 eignet sich auch zur Parallelinstallation neben Windows. Hier weist ein Youtube-Video den richtigen Weg [6].

Wir unterzogen beide Versionen von Endless OS einem Kurztest. Die kleinere Variante landete via Dd auf einem 8 GByte fassenden USB-Stick, das größere Image wandelten wir in eine VDI-Datei für Virtualbox um (siehe Kasten "VDI umwandeln").

Beide Versionen starten problemlos von den jeweiligen Medien und unterscheiden sich lediglich im Umfang: So fehlt der kleinen Variante unter anderem die Enzyklopädie, die sich aber als Flatpak nachinstallieren lässt.

VDI umwandeln

Die folgende Beschreibung setzt ein installiertes Virtualbox voraus, das Oracle zur privaten Nutzung kostenfrei bereitstellt. In der Konsole wandeln Sie das Base-Image mithilfe des Befehls aus der ersten Zeile von Listing 1 um. Anschließend erweitern Sie den vorhandenen Platz des virtuellen Systems mit dem Aufruf aus der zweiten Zeile – im Beispiel auf 30 GByte. Danach erstellen Sie in Virtualbox eine virtuelle Maschine, fügen ihr das erzeugte Image als virtuelle Festplatte hinzu und starten das System.

Listing 1

$ VBoxManage convertfromraw eos-eos2.6-i386-i386.160602-041751.base.img Endless.vdi --format VDI --variant Standard
$ VBoxManage modifymedium Endless.vdi --resize 30720

Gut aufbereitet

Die Oberfläche von Endless OS präsentiert leicht zugänglich Themenbereiche wie Wissenschaft, Soziologie, Gesundheit, Programmierung (Abbildung 3) und viele andere, die sich auch ohne Internet-Verbindung gut vertiefen lassen. Hinzu kommen Spiele und viele der von Gnome bekannten Apps (Abbildung 4).

Abbildung 3: Offline-Kurse für Programmiersprachen erlauben es jedem Interessierten, auch ohne Zugang zum Internet das Programmieren zu erlernen.
Abbildung 4: Bereits vorinstalliert bringt Endless OS eine Vielzahl an Programmen für die unterschiedlichsten Zwecke mit. GNOME Software dient als Anwendungsmanager.

Um den Einstieg ins System zu erleichtern, verbirgt Endless viele traditionelle Desktop-Elemente sowie das Paketverwaltungssystem vor dem Anwender. Das Prinzip, das hier zur Anwendung kommt, ähnelt stark jenem von Android oder iOS, bei denen das Betriebssystem aus einem nur lesbaren Image besteht, das es jeweils als Ganzes zu aktualisieren gilt.

Bei Endless OS kommt hierzu das aus der Gnome-Entwicklung bekannte OSTree [7] zum Einsatz. Damit lässt sich anhand einer Anleitung [8] aus den Debian-Binärpaketen ein Betriebssystem erstellen. Die Systemaktualisierung erfolgt bei Endless OS automatisch in Form eines atomaren und zurückrollbaren Updates.

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