Blkid

Das Werkzeug Blkid ("Block ID") liest die Informationen zum Dateisystem aus, wozu es auf die bereits erwähnte gleichnamige Bibliothek zurückgreift. Listing 3 zeigt den entsprechenden Aufruf für die erste Partition der ersten Festplatte.

Listing 3

# blkid -ps TYPE /dev/sda1
/dev/sda1: TYPE="ext2"

Der Schalter -p sorgt hier dafür, dass das Tool die Informationen aus dem Plattencache ignoriert und stattdessen direkt auf den Datenträger zugreift. Da die Ausgabe von blkid üblicherweise recht umfangreich ausfällt, grenzen Sie sie mit -s TYPE auf die Informationen zum Dateisystem ein. In Listing 4 sehen Sie die Informationen, die Blkid zum bereits in Abbildung 2 verwendeten ISO-Image ermittelt hat. TYPE enthält auch den korrekten Parameter, den Mount zum nachfolgenden Einbinden benötigt.

Listing 4

# blkid -s TYPE Fedora-Xfce-Live-x86_64-24-1.2.iso
Fedora-Xfce-Live-x86_64-24-1.2.iso: TYPE="iso9660"

Blkid wartet daneben noch mit anderen nützlichen Fähigkeiten auf: So kann es beispielsweise auf das Vorhandensein bestimmter Dateisysteme prüfen sowie zahlreiche Zusatz- und Detailinformationen darstellen. Die entsprechenden Schalter beschreibt die Manpage des Programms.

Lsblk

Das Kommando Lsblk gibt eine Liste der Blockgeräte in Form eines Baums aus, wodurch sich die Zuordnung leichter erfassen lässt. Der Schalter -f (Langform --fs) liefert dieselben Informationen wie -o NAME,FSTYPE,LABEL,MOUNTPOINT. So sehen Sie detailliert, wie die einzelnen Speichermedien eingehängt sind.

Die zweite Spalte der Ausgabe enthält die Information zum Dateisystem. In Abbildung 3 sind das sda1 (Ext2) sowie sda5 (Crypto-FS); darunter liegt ein LVM2 mit als Ext4 beziehungsweise Swap angelegten und formatierten Logical Volumes. Alle Dateisysteme wurden bereits eingehängt.

Abbildung 3: Lsblk bietet eine übersichtliche Ausgabe aller Blockgeräte in Form eines Baums. Dabei liefert der Schalter -f ausführliche Informationen zum Dateisystem.

Abbildung 4 zeigt hingegen ein Beispiel mit einem erkanntem, aber noch nicht eingehängten ISO-Image. Dem Gerät /dev/sr0 ist bereits ein ISO9660-Dateisystem zugeordnet, das Sie bei Bedarf über folgenden Befehl einhängen:

# mount -t iso9660 /dev/sr0 /tmp/iso

Dazu muss das Verzeichnis /tmp/iso/ bereits existieren – falls nicht, legen Sie es vorab flink mit mkdir /tmp/iso an.

Abbildung 4: Unter den von Lsblk erkannten Filesystemen findet sich auch ein noch nicht eingehängtes ISO-Image.

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