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Fedora-25-Spins im Vergleich

Look different

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Pünktlich zum Start des neuen Releases bietet Fedora sechs sogenannte Spins mit verschiedenen Desktops an. Sie reichen von luxuriös bis spartanisch und decken damit die meisten Nutzerwünsche ab.

Beim neuen Fedora 25 Workstation [1] steht der X-Server Wayland im Mittelpunkt. Bei den anderen Fedora-Spins [2] spielt er aber bisher keine Rolle: Dort kommt nach wie vor das altbekannte X11 zum Einsatz. Das gilt gleichermaßen für die Varianten mit KDE Plasma, Cinnamon und Maté sowie LXDE und XFCE. Dennoch lohnt es sich, die Fedora-Ableger bei der Wahl für einen neuen Desktop in Betracht zu ziehen.

Vor allem eine Sache hat Fedora in der näheren Vergangenheit verbessert: Seit Fedora 21 müssen Sie das System für ein Upgrade auf das nächste Release nicht mehr jedes halbe Jahr neu installieren. Jetzt genügen wenige Befehle auf der Kommandozeile [3], um das Betriebssystem auf dem neuesten Stand zu halten.

Installation

Zur Installation der Spins benötigen Sie zunächst deren ISO-Images, die Sie nach dem Herunterladen auf eine DVD brennen. Leser der Media-Edition finden die wichtigsten Fedora-Spielarten bootfähig auf der zweiten Heft-DVD, die jeweiligen Images liegen im Verzeichnis isos/.

Nach dem Rechnerstart von der DVD wählen Sie den Menüpunkt Start Fedora ...live aus. Auf dem Desktop klicken Sie danach auf das Icon Install to Hard Drive, worauf sich der Anaconda-Installer öffnet. Während des Installationsverlaufs legen Sie mit ihm Benutzer an und legen das Tastaturlayout fest. Die eigentliche Systemeinrichtung dauert etwa zehn Minuten. Jedoch läuft Anaconda speziell auf älteren Rechnern nicht immer flüssig. So erscheint zuweilen nach mehrmaligen Drücken auf Fortfahren die Meldung An unknown error occurred, und Anaconda reagiert nicht mehr.

Nach der Installation aktualisieren Sie das System entweder mit dem Kommandozeilenaufruf dnf upgrade oder einem dafür vorgesehenen grafischen Frontend.

Nur freie Software

Fedoras Regel [4] besagt seit Langem, dass proprietäre Software und Treiber nichts im offiziellen Release zu suchen haben. Stattdessen empfiehlt das Fedora-Team, sich Hardware zu besorgen, die auch mit Open-Source-Software funktioniert.

Allerdings bringt diese Policy durchaus einige Nachteile mit sich. Sollten Sie sich beispielsweise dazu entschließen, für Ihre Grafikkarte offene Treiber zu benutzen, dann kann es passieren, dass Spiele nicht flüssig laufen oder Filme ruckeln. Wie Sie proprietäre Grafikkartentreiber sowie lizenzierte Software unter Fedora installieren, erfahren Sie auf der Webseite "If not true then false" [5].

Ähnliche Probleme betreffen auch Grafik-Tablets von Wacom, für die der Hersteller zwar Linux-Treiber bereitstellt, die aber nicht in den Repositories von Fedora auftauchen. So kam es ohne diese Treiber unter KDE Plasma zu Problemen beim Scrollen mit dem Stift, das teilweise gar nicht funktionierte.

Die im Test verwendeten Netzwerkgeräte identifizierte Fedora 25 hingegen einwandfrei und richtet den Zugang ins Netz ohne weiteres Zutun ein.

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