Recovery Image

Um stattdessen ein komplettes System zurückzusichern, müssen Sie es von einem Live-Image starten. Hierzu findet sich im ursprünglichen Download-Ordner von Veeam ein Wiederherstellungssystem in Form eines 75 MByte großen ISOs, das Sie auf einen USB-Stick kopieren und den Rechner damit booten.

Das Recovery-Image startet automatisch in eine GUI und bietet unter anderem die Option Restore volumes an, die wir in unserem Test verwendeten (Abbildung 7). Da sich unsere Sicherung auf einem NAS befand, gaben wir die gleiche Adresse wie anfangs bei der Erstellung des ersten Backups an, wählten die wiederherzustellende Sicherung aus und starteten den Prozess. Veeam überschrieb daraufhin das auf dem Rechner installierte System bootfähig mit der gewählten Sicherung.

Abbildung 7: Das Wiederherstellen einer Systemsicherung erledigt Veeam Agent for Linux mithilfe eines Live-Images.

Fazit

Mit Veeam Agent for Linux betritt eine komfortable Backup-Lösung für lokale wie auch entfernte Instanzen den Markt. Man merkt dem Produkt an, dass es von einem Unternehmen mit Erfahrung zusammengestellt wurde. Die Entwickler haben sich in die künftigen Nutzer hineinversetzt und liefern intelligente Lösungen. Dazu gehört nicht zuletzt die Tatsache, dass der Agent zur Wiederherstellung die gewünschte Sicherung so einhängt, dass dem Benutzer hinsichtlich der Wahl der Mittel freie Hand bleibt.

Veeam zielt mit dem Veeam Agent auf Kunden in Unternehmen, die eventuell später andere Produkte der Firma kaufen. Das klappt freilich nur mit einem ausgereiften Produkt, was wiederum den Anwendern des kostenfreien Veeam Agent for Linux zugutekommt: Sie können auf professionellem Weg Backups sowohl lokal, im privaten Heimnetzwerk oder auf Servern und in der Cloud erstellen.

Obwohl sich die Software noch in der Beta-Phase befindet, löste sie im Test alle gestellten Aufgaben mit Bravour. Sowohl das Wiederherstellen von Dateien und Ordnern via Dateimanager als auch die Systemwiederherstellung mittels des Recovery-Images gelangen ohne jedes Problem. Für das frühe Stadium fällt die Dokumentation [2] bereits recht umfangreich aus, liegt aber größtenteils nur in Englisch vor. Zusätzliche Informationen liefert ein bereits recht gut genutztes Forum [3]

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