Erweiterungen

Wie die meisten dedizierten NAS-Betriebssysteme bietet auch OpenMediaVault die Option, Erweiterungen ins System zu integrieren. Im Menü System | Erweiterungen finden Sie dazu nach Sektionen sortiert diverse zusätzliche Applikationen. Sie lassen sich einfach per Mausklick ins Betriebssystem einbinden, um das System für bestimmte Einsatzzwecke optimal anzupassen.

Sie richten die jeweiligen Applikationen durch Setzen eines Häkchens vor deren Namen und einen anschließenden Klick auf Installieren (über der Listenansicht) ein. Nach einer entsprechenden Sicherheitsabfrage lädt das System die gewünschten Programmpakete aus dem Internet und installiert sie. Über die Update-Routine hält OpenMediaVault die Erweiterungen ebenso aktuell wie das System selbst.

Plattenkarussell

Damit OpenMediaVault als NAS-System fungieren kann, müssen Sie die vorhandenen Massenspeicher konfigurieren. Dazu finden Sie im Dashboard links in der Liste den Menüpunkt Datenspeicher | Reale Festplatten. Ein Klick darauf listet rechts im Fenster die am System angeschlossenen Massenspeicher mit ihren wichtigsten technischen Parametern auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Festplatten oder SSDs handelt. Das System lässt jedoch Massenspeicher, die über die externen USB-Schnittstellen Anschluss finden, erst einmal außen vor. Damit diese zur Verfügung stehen, müssen Sie von Hand auf Suchenn oben im Listenbereich klicken.

Die Routine zeigt die Laufwerke in einer übersichtlichen Tabelle samt technischer Spezifikationen wie Dateisystem und Speicherbelegung an. Mit einem Linksklick auf einen der Laufwerksbezeichner und einem anschließenden Klick auf Bearbeiten oben über der Listenansicht lassen sich außerdem laufwerksspezifische Optionen wie der Schreibcache oder die Power-Management-Einstellungen ändern (Abbildung 2).

Abbildung 2: OpenMediaVault zeigt alle Massenspeicher in einem gesonderten Dialog an.

Links im Fenster direkt unter dem Eintrag Reale Festplatten finden Sie den Menüpunkt S.M.A.R.T.. Damit stellen Sie für Festplatten die Hardware-Überwachung ein, um vorausschauend Defekte zu ermitteln und die auf dem betroffenen Laufwerk gespeicherten Daten rechtzeitig zu sichern. Beachten Sie dabei aber, dass manche externen Festplatten eine eigene Controller-Elektronik besitzen und die SATA-Schnittstellenbefehle nicht komplett umsetzen. Dieses Phänomen tritt insbesondere häufig bei externen Festplatten auf, die neben der USB-Schnittstelle weitere Anschlussmöglichkeiten bieten. Sie übermitteln in der Regel keine SMART-Werte an den Host, sodass Prüfroutinen nicht laufen.

Im Reiter Einstellungen des SMART-Menüs aktivieren Sie zunächst den Schieberegler, indem Sie ihn nach rechts ziehen und anschließend auf Speichern klicken. Dann wählen Sie im Reiter Laufwerke die per SMART-Dämon zu überwachenden Laufwerke. Dabei gilt es, die Überwachung für jeden angeschlossenen Massenspeicher manuell zu aktivieren. Dazu klicken Sie auf Bearbeiten und betätigen dann den angezeigten Aktivierungsregler. Im Reiter Planmäßige Tests definieren Sie anschließend nach einem Klick auf Hinzufügen automatisierte Prüfroutinen.

Auf einem System mit zwei oder mehr Festplatten bietet es sich an, über den Menüpunkt RAID Verwaltung einen Plattenverbund anzulegen. Dazu klicken Sie im Anzeigebereich auf Erstellen und definieren im anschließend geöffneten Fenster den RAID-Level, die beteiligten Laufwerke und die Bezeichnung für den Verbund. OpenMediaVault gestattet es dabei, die Laufwerke aus einer Auswahlliste durch Setzen eines Häkchens anzusprechen, wobei es Systemlaufwerke ausklammert. Gibt es für einen bestimmten RAID-Verbund zu wenige physische Massenspeicher, so blendet die Software entsprechende Hinweise ein.

Nach Abschluss der RAID-Konfiguration klicken Sie auf Speichern. Daraufhin legt das System den Plattenverbund an, was je nach Größe der vorhandenen Massenspeicher einige Zeit in Anspruch nimmt. Anschließend erstellen Sie im nächsten Menüpunkt Dateisysteme ein Dateisystem für die Datenträger. Dazu wählen Sie im entsprechenden Dialog den Verbund oder das gewünschte Laufwerk aus und markieren in der Auswahlliste ein passendes Dateisystem. OpenMediaVault unterstützt dabei die Linux-Standarddateisysteme Ext3/4 sowie JFS und XFS. Mit OK schließen Sie den Dialog; das Schreiben der Dateisysteme benötigt dann wieder ein wenig Zeit.

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