Erste Schritte

Um Rockstor-Linux sinnvoll einzusetzen, legen Sie zunächst einen Pool und Shares an. Über den Menüeintrag Storage | Pools | Create Pool im Dashboard definieren Sie in einem Dialog neue Pools, für die Sie bei Bedarf das entsprechende RAID-Level festlegen. Steht nur ein Massenspeicher bereit, so stellen Sie im Feld Raid configuration die Auswahl auf Single. Bei mehreren Platten wählen Sie aus den RAID-Leveln 0, 1, 10, 5 oder 6 (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit wenigen Mausklicks haben Sie über das Web-Interface der auf NAS-Systeme spezialisierten Distribution einen Pool angelegt.

Nach einem Klick auf Submit schließen Sie den Vorgang ab, und das System zeigt einen entsprechenden Eintrag in der Tabelle an. Anschließend legen Sie über den Dialog Storage | Shares | Create Shares Freigabeverzeichnisse an, wobei Sie im Dialog falls nötig Kompressionsverfahren für die jeweiligen Shares definieren. Nach einem Klick auf Submit stehen die Shares bereit.

Um die Shares zu nutzen, machen Sie diese über Freigaben im Intranet bekannt. Dazu haben Sie je nach den vorhandenen Client-Betriebssystemen verschiedene Möglichkeiten: Neben NFS-Freigaben bietet es sich an, für Windows-Rechner Samba-Freigaben zu aktivieren. Das Rockstor-System vermag außerdem als SFTP- oder als AFP-Server für Apple-Umgebungen zu fungieren.

Alle diese Optionen erreichen Sie im Menü Storage | File sharing. Einige der Dienste wie die NFS- und SMB-Anbindungen müssen Sie zunächst aktivieren. Dies geschieht jeweils im entsprechenden Dialog zum Einrichten mithilfe eines Schalters, ohne dass Sie zusätzlich Software installieren müssten.

Über die Optionen der einzelnen Netzwerkdateisysteme regeln Sie außerdem die Zugriffsrechte und legen fest, welche Hosts oder Subnetze Zugriff haben. Anschließend nutzen Sie über den Dateimanager des Arbeitsplatzrechners das NAS-System als Laufwerk (Abbildung 4).

Abbildung 4: Über die Desktop-Dateimanager – hier Nemo aus Cinnamon – binden Sie das NAS komfortabel auf den Clients ein.

Wesentlich feiner justieren Sie der Zugriffsrechte zudem über das Menü System | Identity, in dem Sie über die Untergruppen Users und Groups in ähnlich aufgebauten Dialogen wie in dem Bereich Storage Benutzerkonten und Gruppen anlegen und verwalten.

Zusätze

Ähnlich wie dedizierte NAS-Systeme mit eigenen, vom Hersteller speziell angepassten Betriebssystemen bietet Rockstor-Linux die Option, Zusatzmodule ins System zu integrieren. Diese kommen als Docker-Container; Sie installieren diese sogenannten Rock-ons per Mausklick.

Dazu müssen Sie vorab im Menü System | Services den Dienst Rock-on aktivieren. Das System bittet um das Freischalten eines Shares speziell für die zusätzlichen Komponenten und aktiviert danach den Dienst (Abbildung 5). Im Dashboard sehen Sie nun im Menü Rock-ons die verfügbaren Applikationen. Die Palette fällt noch nicht so umfangreich aus wie bei einem dedizierten NAS, reicht jedoch bereits von File-Sharing-Diensten über Mediaserver und Datenbanken bis hin zur freien Cloud-Lösung Owncloud.

Abbildung 5: Ein zusätzlicher Dienst verwaltet die Erweiterungen, die in Docker-Containern liegen und für die Sie ein dediziertes Share benötigen.

Die Installation der jeweils gewünschten Applikation stoßen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche Install an, wobei das System je nach Dienst vor der Installation eine grundlegende Konfiguration vornimmt, um den jeweiligen Daemon zu integrieren. Im gleichen Menü können Sie zudem vorhandene Applikationen abschalten und diese anschließend bei Bedarf auch deinstallieren. Dazu stellen Sie im Reiter Installed den Schieberegler auf Off und klicken auf den Schalter Uninstall (Abbildung 6).

Abbildung 6: Ohne manuelle Installation integrieren Sie Rock-ons mit wenigen Mausklicks in Ihr System.

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