Management

Das Systemmanagement fasst Asustor in eigenen Apps mit grafischer Oberfläche zusammen. So finden Sie im Startbildschirm Icons für die Zugangssteuerung, Services, den Dateiexplorer und die Sicherung & Wiederherstellung, die sich mit dem Verwalten von Zugriffsmöglichkeiten und der Datensicherung beschäftigen.

Über Services richten Sie die unterschiedlichsten Serverdienste ein. Dadurch lässt sich das Asustor-NAS auch in ein vollwertiges, multifunktionales Serversystem umfunktionieren, bei dem die eigentliche Datenspeicherung nur noch eine Nebenrolle spielt.

Um die Hardware zu konfigurieren, öffnen Sie die Einstellungen. Darin finden Sie nicht nur Werkzeuge zum Anpassen von Hardware-Parametern wie der Lüftersteuerung, den Energiesparmodi oder auch regionaler Besonderheiten, sondern zusätzlich auch Firewall-Settings und Optionen für die Netzwerkanbindung. Dabei lässt sich das NAS auch über das Menü Netzwerk | Wi-Fi in ein WLAN einbinden (Abbildung 4), sobald Sie einen geeigneten WLAN-Stick an eine der USB-Buchsen anschließen.

Abbildung 4: Über einen einfachen Dialog konfigurieren Sie unterschiedliche Netzzugänge.

Damit Sie mit dem Asustor-NAS eine ähnliche Flexibilität erreichen wie mit einem herkömmlichen PC-System, lassen sich mithilfe von Externe Geräte verschiedenste Komponenten daran anschließen: So unterstützt das Asustor-Betriebssystem Drucker, optische Laufwerke, Bluetooth- und WLAN-Dongles und sogar unterbrechungsfreie Stromversorgungen (UPS). Darüber hinaus lassen sich auch externe USB-Festplatten anschließen und deren Inhalte im Netz freigeben.

Um einen schnellen Überblick über das Gesamtsystem inklusive Lüfterdrehzahl und CPU-Temperatur zu erhalten, öffnen Sie die Systeminformationen, die auch bei Problemfällen über den integrierten Reiter Protokoll am oberen Fensterrand Einblick in die Log-Dateien gewähren. Dank gut verständlicher Einträge lassen sich auf diesem Weg schnell Problemursachen lokalisieren.

Hinter dem Reiter Dr. ASUSTOR verbirgt sich eine Diagnosesoftware, die nicht nur vorausschauend zu erwartende Probleme und Konfigurationsschwächen ausfindig macht, sondern auch Tipps zu deren Behebung liefert. Das Diagnosetool löste bei unserem Test allerdings einen Fehlalarm aus, da die von uns im NAS verbauten Festplatten zuvor in einem dedizierten Server als Massenspeicher dienten und daher eine hohe Anzahl an Betriebsstunden aufwiesen. Die Diagnosesoftware riet etwas nassforsch zum sofortigen Austausch der Speichermedien, obwohl deren SMART-Werte allesamt einen guten Zustand signalisierten (Abbildung 5).

Abbildung 5: Ein Diagnose-Tool namens Dr. Asustor prüft den aktuellen Betriebszustand des Systems. Sollte etwas nicht stimmen, hilft es mit entsprechenden Empfehlungen weiter.

Um genauere Informationen vor allem über die eingebauten Massenspeicher oder verbundene Speichermedien zu erhalten, klicken Sie auf das Symbol Speichermanager. Der gibt anschließend in übersichtlichen Ansichten sowohl Auskunft über die Ist-Zustände der logischen Volumes sowie der angeschlossenen Massenspeicher.

Über den Abschnitt Aktivitätsüberwachung nehmen Sie Einblick in die Auslastung verschiedener Komponenten. Hier erkennen Sie auf einen Blick die Beanspruchung der einzelnen CPU-Kerne, die Auslastung des Arbeitsspeichers, den Datendurchsatz der Netzwerkschnittstelle, die Belegung der Massenspeicher und die aktiven Prozesse. Das Tool aktualisiert die Ausgabe laufend (Abbildung 6).

Abbildung 6: Die Lastzustände der Prozessorkerne, Auslastung des Speichers und der Platten oder den Netzwerkdurchsatz gibt das System in Echtzeit wieder.

Mediacenter

Um das AS-304T zu einem vollwertigen Mediacenter zu machen, installieren Sie aus der Kategorie Media-Player des Repositorys das XBMC-Media-Center. Nach einem Klick auf Installieren prüft ein Assistent zunächst, ob alle Systemvoraussetzungen vorliegen. Gegebenenfalls zeigt ein Info-Fenster fehlende Softwarepakete an, die der App-Manager aber im weiteren Verlauf automatisch mitinstalliert (Abbildung 7).

Abbildung 7: Bei der Installation des Mediacenters zieht das Setup automatisch alle eventuell benötigten Module mit, beispielsweise die Unterstützung für die Infrarotfernbedienung.

Zunächst fordert Sie die Routine jedoch auf, das NAS-System in den "Medienmodus" zu schalten. Dazu genügt es, in einem neuen Dialog ein Häkchen vor der entsprechenden Option zu setzen, worauf das Gerät einen Warmstart ausführt. Danach müssen Sie die Installation nochmals anstoßen, wobei nach dem Bestätigen der Voraussetzungen der Assistent ohne zusätzliche Benutzereingaben fortfährt. Nach abgeschlossener Installation zeigt das Programm die neuen Apps in der Rubrik Meine Apps | Installiert im Fenster App Central an.

Da die meisten Nutzer Mediacenter mit einer herkömmlichen Fernbedienung steuern, bringen die meisten Asustor-NAS einen entsprechenden Infrarot-Empfänger gleich mit – so auch das AS-304T. Eine passende Fernbedienung bietet der Hersteller mit der Typenbezeichnung AS-RC10 [4] bei Amazon zum Preis von 18 Euro als Zubehör an. Die benötigten Module packt die Softwareverwaltung bei der Installation von XBMC gleich mit auf den Massenspeicher. Alternativ lässt sich das Mediacenter auch mit einer herkömmlichen USB-Tastatur und Maus steuern; eine ausführliche Dokumentation hilft beim Einstieg [5].

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