Auf die Platte

Aus dem Live-System heraus besteht die Option, über das Menü Systemwerkzeug das kleine Slackware-Derivat mit der Routine Install to HDD entweder direkt auf eine Festplatte oder eine SSD zu installieren.

Es öffnet sich ein recht komplexer Dialog, der nicht nur diverse Optionen zum Einstellen von Quellen, Partitionen und der Art der Installation enthält, sondern darüber hinaus mit XDM und LXDM verschiedene Display-Manager zur Auswahl stellt.

Zum Partitionieren und Formatieren der Festplatte schlägt die Routine zwei jeweils 1000 MByte große Laufwerke vor, wobei sie die Laufwerke für System und Daten mit dem inzwischen aus der Mode gekommenen Dateisystem ReiserFS versehen möchte. Alternativ bietet der Dialog in einem Auswahlfeld noch die Linux-Standarddateisysteme Ext3 und Ext4 an sowie das aus der Microsoft-Welt stammende VFAT. Es empfiehlt sich, eines der Ext-Dateisysteme auszuwählen und die Partitionen zu erweitern. Der Dialog gestattet zudem das Anlegen zusätzlicher Partitionen, sodass Sie noch ein eigenes Laufwerk für die Home-Verzeichnisse anlegen können (Abbildung 3).

Abbildung 3: Etwas unübersichtlich, jedoch mächtig: Die Routine für die Installation bietet umfangreiche Optionen, verwendet aber für neue Partitionen das veraltete ReiserFS. Es empfiehlt sich, an dieser Stelle von Hand nachzusteuern.

Anschließend kopiert die Routine die Daten auf den Massenspeicher, wobei Sie laufend Statusmeldungen in einem kleinen Fenster sehen. Danach ist das System einsatzbereit.

Um Austrumi unterwegs zu nutzen, installieren Sie es auf einen USB-Stick. Dazu finden Sie im Menü Systemwerkzeug das grafische Tool Install to USB. Es macht in wenigen Schritten ein bereits an den Computer angeschlossenes Speichermedium zu einem bootfähigen Datenträger. Im Test überzeugte das lettische Slackware-Derivat durch eine ausgezeichnete Geschwindigkeit beim Einsatz von einem solchen Datenträger.

Ressourcen

Im Test war das 32-Bit-System auch auf Single-Core-Systemen flott unterwegs und begnügte sich ohne größere geöffnete Applikationen mit knapp unter 100 MByte Arbeitsspeicher. Selbst beim Einsatz von Boliden wie Gimp (rund 75 MByte RAM) oder LibreOffice (etwa 20 MByte RAM) fiel es uns schwer, 512 MByte Arbeitsspeicher zu belegen.

Damit eignet sich die Software selbst für mehr als zehn Jahre alte Pentium-III-Systeme, die mit Arbeitsspeicher von maximal 512 MByte auskommen, ohne dass Sie auf große Applikationen verzichten müssten. Über den Systemmonitor Conky [2] behalten Sie den Ressourcenbedarf des Systems ständig im Auge.

Diesen blenden Sie oben rechts transparent in den Desktop ein, indem Sie auf dem Desktop an beliebigem Ort mit einem rechten Mausklick das Menü von FVWM für die Einstellungen öffnen und dort die Option FVWM | Start conky aktivieren. Das Programm zeigt anschließend wichtige Daten wie die Temperatur von CPU und Festplatten an, die Auslastung des Arbeitsspeichers sowie die Belegung der Massenspeicher. Selbst den Status von LAN- und WLAN-Schnittstellen sowie laufende Prozesse haben Sie so im Blick.

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