Übergrößen

Trupax legt die Containergröße automatisch so fest, dass sie den addierten Datei- und Ordnergrößen der ursprünglichen Inhalte entspricht. So vermeidet das Programm, unnötig Speicherplatz auf dem Zielmedium zu verschwenden. Nehmen Sie jedoch Dateien mit in den Container auf, die Sie später noch bearbeiten möchten, empfiehlt es sich, dem Container zusätzlichen Speicherplatz zuzuweisen.

Dazu geben Sie im Feld Freier Speicherplatz: einen ganzzahligen Wert ein, gefolgt von den Buchstaben k, m oder g für Kilo-, Mega- oder Gigabyte. Trupax fügt dem belegten Speicher die gewünschte Kapazität hinzu und zeigt den Gesamtwert unten links in der Statusanzeige an.

Nach dem Abschluss der Datei- und Ordnerauswahl klicken Sie zum Anlegen des Containers auf den Schalter Container-Datei erzeugen... ganz unten (Abbildung 2). Im darauf folgenden Dialog tragen Sie den Namen für die eigentliche Container-Datei ein und wählen den Speicherpfad aus. Als Erweiterung nutzt Trupax normalerweise das zu Truecrypt kompatible Containerformat .tc. Bei aktivierter Veracrypt-Kompatibilität endet der Namen des Containers stattdessen auf .hc.

Abbildung 2: Nach Auswahl der zu verschlüsselnden Daten lassen Sie Trupax den Container anlegen.

Im nächsten Schritt fragt die Routine ein Passwort ab, das Sie später beim Öffnen des Containers angeben müssen. Wählen Sie das Passwort möglichst sicher, um den Container nicht der Gefahr von Wörterbuchangriffen auszusetzen, und beachten Sie dabei, dass Trupax hier Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt. Sie müssen das Passwort danach zur Bestätigung ein weiteres Mal eingeben.

Nach Vergabe des Passworts und einem Klick auf Beginnen... schreibt Trupax den Container auf die Festplatte. Für das Verschlüsseln nutzt die Anwendung einen 256 Bit langen Schlüssel mit dem als sicher geltenden AES-Algorithmus. Je nach Datenbestand nimmt der Vorgang eine mehr oder weniger lange Zeit in Anspruch.

Auspacken und zerstören

Um Container wieder zu entpacken, wählen Sie im Menü Datei die Option Extrahieren.... Trupax öffnet daraufhin einen Dialog, in dem Sie den Zielort angeben, an dem das Programm die ausgepackten Verzeichnisse und Dateien ablegen soll. Anschließend müssen Sie nur noch das Passwort des Containers eingeben und danach etwas warten, bis die Software die Daten am gewünschten Ort extrahiert. Der originale Container bleibt dabei erhalten.

Nicht mehr benötigte Container stellen ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar, solange Sie diese nicht sicher entsorgen. Ein einfaches Löschen entfernt einen Container nicht zuverlässig von der Festplatte, sodass er sich wie jede andere Datei durch spezielle Software rekonstruieren lässt. Damit obsolete Container auch wirklich vom jeweiligen Datenträger verschwinden, bietet Trupax eine Funktion zum Zerstören der Dateien an.

Dazu dient die Option Ungültig machen... im Menü Datei, die den Header im Container zerstört und somit den Schlüssel vernichtet. Im entsprechenden Löschdialog finden Sie zudem die Option Fortfahren und Löschen: Sie putzt den Container anschließend physisch von der Festplatte, sodass der von der zugehörigen Datei belegte Speicherplatz wieder zur freien Verfügung steht (Abbildung 3).

Abbildung 3: Container lassen sich aus Trupax heraus unwiderruflich löschen.

Als ungültig markierte Container, die sich nicht automatisch löschen lassen, verbleiben im System. Es gibt allerdings keinen Weg mehr, an die im Container gespeicherten Daten zu kommen – auch wenn Sie das zuvor verwendete Passwort wissen. Sobald Sie solch einen Container in Trupax zu entschlüsseln versuchen, signalisiert die Software nach Eingabe des Passworts einen Fehler (Abbildung 4).

Abbildung 4: Kein Weg zurück: Ungültig gemachte Container spucken keine Daten mehr aus.

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