Ordner überwachen

Möchten Sie sich selbst gar nicht mehr um das Konvertieren kümmern, helfen die Inotify-Tools [7] weiter. Sie dienen dazu, Dateien und Verzeichnisse auf Veränderungen hin zu überwachen, und stehen in den Repositories aller größeren Distributionen zur Installation bereit.

Prinzipiell funktioniert Inotify wie ein Daemon, der kontinuierlich überprüft, ob sich am zu überwachenden Objekt etwa ändert. So lassen sich Events triggern, wie etwa das Konvertieren eingehender Bilder mit Lepton. Das Skript aus Listing 5 gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie das funktioniert. Es handelt sich aber lediglich um ein Beispiel, das sich nur sehr bedingt und mit diversen Anpassungen versehen für den eigenen Einsatz eignet.

Listing 5

#!/bin/bash
inotifywait -mrq -e create -e moved_to --format %w%f /Pfad/zum/JPEG-Verzeichnis/ | while read FILE
FILE2=`echo "$FILE" | cut -d '/' -f 5 | | sed s/.jpg//g`
do
  /usr/bin/lepton "$FILE" /Pfad/zum/LEP-Verzeichnis/"$FILE2".lep
done
exit 0

Das LEP-Verzeichnis darf sich nicht im von Inotify überwachten Ordner befinden, da das Erzeugen eines neuen Bilds durch Lepton andernfalls eine Endlosschleife auslöst.

Fazit

Bislang lohnt sich der Einsatz von Lepton nur für Archivierungszwecke, bei denen es darum geht, große Mengen an JPEGs zu sichern. Die Platzersparnis von 20 bis 25 Prozent mag dem einen oder anderen nicht besonders viel erscheinen – bei der heutigen Masse an immer größer werdenden Bildern bedeutet das aber schnell mehrere GByte Plattenplatz.

Generell schlägt Lepton alle anderen Lösungen zum Komprimieren von JPEG-Bildern um Längen. Allerdings steht sich das Projekt auch selbst im Weg: Die mehr als dürftige Dokumentation erschwert einen sinnvollen Einsatz. Eine Implementierung des Formats in gängigen Bildbearbeitungsprogrammen oder Bildbetrachtern steht zwar noch aus, dürfte aber nicht mehr lang auf sich warten lassen. 

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