Benchmark und Vergleich

Mangels Viewer-Unterstützung eignet sich Lepton bislang in erster Linie zum verlustlosen Archivieren von JPEGs. Entsprechend muss es sich auch mit Konkurrenz aus diesem Lager messen lassen. Als Referenz diente im Test eine exakt 10 MByte große JPEG-Datei, die Tabelle "Lepton im Vergleich" zeigt die Ergebnisse verschiedener Komprimierungsprogramme.

Lepton im Vergleich

Aktion Lepton Bzip2 Zip Gzip Convert WebP(1)
Dateigröße komprimiert (MByte) 7,9 9,9 9,9 9,9 9,0
Zeit komprimieren (Sekunden) 5,0 2,5 0,4 0,5 30,8
Zeit dekomprimieren (Sekunden) 2,1 0,9 0,09 0,10 2,4
(1) WebP arbeitet verlustbehaftet.

Wie die Werte der Tabelle zeigen, gelang es bisher noch keinem herkömmlichen Komprimieralgorithmus, JPEGs ohne Qualitätsverlust nennenswert zu verkleinern. Hier kann Lepton punkten, bleibt in der Praxis aber weit von der mit 5 MByte/s angegebenen Encodierungsrate entfernt. In der Praxis erreichte das Tool gerade einmal 2 MByte/s.

In einem Rutsch

Der Einsatz von Lepton ist derzeit nur sinnvoll, wenn Sie sehr viele Dateien auf einmal damit komprimieren. Das Shell-Skript aus Listing 3 durchsucht rekursiv das Verzeichnis, aus dem es aufgerufen wurde, nach JPEG-Dateien, und konvertiert diese automatisch ins Lepton-Format. Kommentieren Sie Zeile 4 aus und entfernen das Kommentarzeichen vor Zeile 6, dann löscht das Skript die Ausgangs-JPEGs, statt sie ins Verzeichnis jpegs/ zu verschieben. Das Skript aus Listing 4 bewirkt genau das Gegenteil und wandelt die Lepton-Dateien wieder um ins JPEG-Format.

Listing 3

#!/bin/bash
for jpeg in `echo "$(file $(find ./ ) | grep JPEG | cut -f 1 -d ':')"`
  do
    /usr/bin/lepton "$jpeg"
### folgende Zeile auskommentieren, um JPEGs zu loeschen
    /usr/bin/mv "$jpeg" jpegs/
### Kommentarzeichen entfernen (#), um JPEGs zu loeschen
#   /usr/bin/rm -rf "$jpeg"
  done
exit 0

Listing 4

#!/bin/bash
for lep in `echo "$(find . -name "*.lep")"`
  do
    /usr/bin/lepton "$lep"
### folgende Zeile auskommentieren, um LEPs zu loeschen
    /usr/bin/mv "$lep" lep/
### Kommentarzeichen entfernen (#), um LEPs zu loeschen
#   /usr/bin/rm -rf "$lep"
  done
exit 0

In beiden Fällen empfiehlt es sich, die Skripte an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Möchten Sie beispielsweise, dass diese die Bilder automatisch konvertieren, ersetzen Sie den Punkt hinter find durch den Pfad zu dem Verzeichnis, in dem sie sich befinden. Danach legen Sie einen entsprechenden Cron-Job an, der das Skript zu den vorgegebenen Zeiten startet.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Neues auf den Heft-DVDs
    Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
  • Webp vielleicht doch in Firefox

    Mozilla überlegt derzeit, ob man das maßgeblich von Google propagierte Bildformat Webp nicht doch noch in den Browser integriert.
  • Google kreiert Bildformat WebP fürs Web

    Um die Surfgeschwindigkeit zu erhöhen, hat sich der Suchmaschinenkonzern den Jpeg-Konkurrenten "Web-P" ausgedacht.
  • JPEG-Bilder automatisch umbenennen und verlustlos bearbeiten
    Digitalkameras vergeben weder sinnvolle Dateinamen, noch drehen sie Bilder automatisch. Eine Handvoll Linux-Programme schafft Abhilfe: Sie geben Fotodateien sinnvolle Namen und manipulieren JPEGs verlustlos. So schaffen Sie Ordnung in der Fotosammlung und schonen beim Betrachten Ihr Genick.
  • Standardsalat
    Wissen Sie Bescheid, wenn es um Bitmap-Dateien, JPEG-Bilder und Aufnahmen im RAW-Format geht? EasyLinux erklärt die wichtigsten Begriffe und hilft Ihnen, sich im Formatedschungel zurechtzufinden.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...