Der Client

Für Windows stehen diverse Installationspakete bereit, jeweils in einer Version mit und ohne Tray-Icon. Letztere ermöglicht für den Anwender komplett transparente Backups. Die Version mit Tray-Icon gibt sich dafür flexibler, zeigt den aktuellen Status an und erlaubt eine Reihe von Aktionen. Da Urbackup als Systemdienst läuft, benötigen Sie für die Installation administrative Rechte.

Im täglichen Betrieb benötigt die Software keine Interaktion durch den Benutzer. Das Tray-Icon erlaubt aber, bei Bedarf auch Backups außerhalb der vorgegebenen Zyklen zu starten, den Status abzufragen (Abbildung 4) oder ein laufendes Backup zu pausieren.

Abbildung 4: Über das Tray-Icon erreichen Sie auf einem Windows-Client die Statusabfrage.

Wurde eine Datei auf dem Client versehentlich gelöscht oder irreversibel geändert, lädt der Anwender das passende Backup bequem über den Menüpunkt Datensicherungen der Webschnittstelle herunter. Dass sich die einzelnen Sicherungen anklicken lassen, sieht man aber erst, wenn man die Einträge mit dem Mauszeiger berührt. Einzelne Dateien lädt der Client direkt herunter, ganze Ordner als ZIP-Dateien.

Abbildung 5: Um Daten oder Verzeichnisse wiederherzustellen, genügt ein Knopfdruck im Web-Interface.

Tipps und Tricks

Während inkrementelle Backups in aller Regel nur Minuten dauern, benötigen Vollsicherungen alleine schon wegen des wesentlich höheren Datenvolumens erheblich mehr Zeit. Zudem erlaubt Windows dem Hintergrunddienst nicht, die volle Leistung des Rechners abzurufen. Urbackup verhindert zwar, dass der Windows-PC automatisch in den Schlafmodus schaltet, aber für Voll-Backups sollten Sie je nach Volumen trotzdem eine Nacht einplanen. Da Urbackup die Dateien auf dem Server per Hard- oder Softlinks platzoptimiert speichert, lässt sich die Frequenz der Vollsicherungen auch stark reduzieren.

Neben herkömmlichen Datenbackups beherrscht Urbackup auch das Erstellen von Partitionsabbildern, also sogenannte Image-Backups. Die bieten den Vorteil, dass sogar ein Restore auf einer neuen Festplatte sehr einfach gelingt. Im Download-Bereich der Projektseite gibt es dafür eine Datei, die auf einem USB-Stick ein bootbares Mini-System installiert. Dieses kontaktiert dann nach dem Booten den Urbackup-Server und installiert von dort das Abbild.

Im Gegensatz zu Linux schaffte es Windows nie, Benutzerdaten sauber von Systemdaten zu trennen – das kann unter Umständen zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Der Grund: Benutzerdateien im Image-Backup können älter oder neuer sein als die entsprechenden Dateien im normalen Backup. Hier ist also sorgfältiges Arbeiten notwendig. Zum Glück erlaubt Urbackup auch das Extrahieren einzelner Dateien aus dem Image-Backup, sodass sich eventuelle Fehler im Nachhinein noch ausbügeln lassen. Details dazu finden Sie im Administrationshandbuch.

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