Formsache

Im Test mit aufwendig gestalteten Arbeitsblättern im Microsoft-Word-Format überzeugte LibreOffice weder bei der älteren noch der aktuellen Formatvariante komplett: Schriften stellt es teils fehlerhaft dar, Platzhalter in Dokumenten zeigt es versetzt an, und auch Tabellensatz gibt es stellenweise nicht korrekt wieder. Immerhin schafften es die Konvertierungsfilter von LibreOffice, Grafiken im Dokument an nahezu der richtigen Stelle zu platzieren.

Während LibreOffice einfach gestaltete Dokumente noch einwandfrei importiert, erfordern komplex aufgebaute Layouts ein zeitraubendes manuelles Nachbearbeiten. Die Suite punktet allerdings mit einer großen Anzahl von Import- und Exportfiltern: So liest sie problemlos auch einige alte Formate ein. Zusätzlich bringt sie einen ausgereiften Exportfilter für das omnipräsente PDF-Format mit (Abbildung 1).

Abbildung 1: Beim Import von Dokumenten im neuen Microsoft-DOCX-Format weist LibreOffice noch diverse Schwächen auf.

WPS-Office

Das in Europa weitgehend unbekannt gebliebene, aus China stammende WPS-Office der Firma Kingsoft steht auch für Linux bereit. Diese Variante des plattformübergreifend entwickelten Office-Pakets befindet sich offiziell seit mehreren Jahren im Alpha-Status, die Entwickler pflegen das Produkt aber permanent weiter.

Das proprietäre Softwarepaket steht für Linux in den gängigen 32- und 64-Bit-Architekturvarianten als DEB und RPM kostenfrei zum Download bereit [2]. Zusätzlich bietet das Projekt eine portable Variante als Tarball an, die auf nahezu jedem Linux-System läuft. WPS-Office umfasst eine Textverarbeitung namens Writer, die Tabellenkalkulation Spreadsheets sowie das Präsentationsprogramm Presentation.

Bereits seit mehreren Releases konzentrieren sich die Entwickler auf die Fehlerbereinigung und implementieren keine neuen Funktionen mehr, sodass die Suite inzwischen außerordentlich stabil und zuverlässig arbeitet. Die aktuell erhältliche Alpha-Version 21 fokussiert primär auf vervollständigte Lokalisierungen.

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