Drucker anlegen

Um den im Beispiel verwendeten Netzwerkdrucker Kyocera FS-2000 über seinen Hostnamen ansprechen zu können, ergänzen wir die Datei /etc/hosts um den Eintrag 192.168.0.53 fs2000. Alternativ könnte man den Adresseintrag auch einem lokalen Nameserver übergeben. Zum Einrichten des Druckers nutzen Sie das Kommando lpadmin. Dessen für die Praxis wichtigsten Optionen finden Sie in der gleichnamigen Tabelle.

Lpadmin

Schalter Aktion
-p Name Druckername angeben
-D "Beschreibung" Beschreibung des Druckers angeben
-E Drucker oder Klasse aktivieren
-v URL Geräte-URL angeben
-P /Pfad/Drucker.ppd PPD-Datei angeben
-c Klasse Drucker einer Klasse hinzufügen
-x Drucker Drucker löschen
-o Option weitere Optionen
-u allow:Nutzer,Nutzer,@Gruppe Benutzerzugriff erlauben
-u deny:Nutzer,Nutzer,@Gruppe Benutzerzugriff verbieten
-u allow:all Benutzerzugriffsteuerung abschalten

Im Beispiel aus Listing 2 geben Sie mit der Option -p den Namen des Druckers an. Dafür sollten Sie eine kurze und einprägsame Bezeichnung wählen. Mit dem Schalter -D legen Sie die Beschreibung fest, am besten in Form einer vollständige Angabe des Druckermodells. Für die Angabe des Druckerstandorts verwenden Sie -L, die Geräte-URL übergeben Sie mit der Option -v. Die Angabe der PPD-Datei muss mit der kompletten Pfadangabe nach -P erfolgen – PPD-Dateien lagern üblicherweise unter /etc/cups/ppd/. Ordnen Sie den Drucker mithilfe von -c in eine noch nicht existierende Klasse ein, legt Cups diese automatisch an.

Listing 2

# lpadmin -p Druckername/Warteschlange \
          -D "Beschreibung" \
          -L "Aufstellungsort" \
          -v Gerate-URL \
          -P /Pfad/zur/PPD-Datei/PPD-Datei \
          -E

Der Schalter -E entspricht den Kommandos cupsenable und cupsaccept (mehr dazu später im Abschnitt "Cups administrieren"), er aktiviert das neue Gerät. Anschließend nehmen Sie mit dem Befehl lpstat -a zur Kontrolle eine Statusabfrage aller vorhandenen Drucker durch.

Einstellungen

Mithilfe von lpoptions nehmen Sie gerätebezogene Einstellungen vor. Den Standarddrucker bestimmen Sie beispielsweise über das Kommando lpoptions -d Drucker. Ohne -d gibt Lpoptions diverse Geräteeinstellungen des Standarddruckers aus.

Systemweit speichert die Druckerverwaltung vorgenommene Einstellungen unter /etc/cups/lpoptions/, für den einzelnen Anwender unter ~/.cups/lpoptions/. In den entsprechenden Dateien finden Sie unter anderem Informationen über den Standarddrucker und gegebenenfalls eine abweichende Auflösung.

Mit dem Schalter -o Option=Wert legen Sie bestimmte Eigenschaften fest, wie beispielsweise die Trennseite, das Papierformat oder den Simplex/Duplex-Druck. Alle Schalter und Optionen zeigen die Aufrufe man lpadmin und man lpoptions.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Schöner drucken
    Linux setzt beim Thema Drucken auf das Common Unix Printing System (CUPS) und auf das Dateiformat PostScript. Darüber mehr zu erfahren, kann nützlich sein und für mehr Komfort beim Drucken sorgen.
  • Handarbeit
    Die meisten Nutzer drucken Dokumente aus einer Anwendung mit grafischer Oberfläche heraus. In einigen Situationen erweist es sich aber als sinnvoller, den Printserver Cups per Kommandozeile zu bedienen.
  • Know-how für die Kommandozeile
    Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sich manche Aufgabe schneller bewältigen lässt als in grafischen Programmen. Wir stellen die wichtigsten Anwendungen vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.
  • CUPS als Printserver konfigurieren
    Einen Drucker mit anderen Benutzern zu teilen, schont den Geldbeutel und lastet die Hardware-Ressourcen besser aus. Hängt der Drucker an einem CUPS-Server lassen sich Dokumente sogar von Apple- oder Microsoft-Clients ausgeben.
  • Drucker von der Kommandozeile steuern
    In der Regel druckt es sich bequem über entsprechende Dialoge in den Anwendungen. Wer Dateien aber noch mit Filtern nachbearbeiten möchte, muss anschließend von Hand drucken: Wir geben eine Einführung in lpr & Co.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...