Gnome

In Fedora 24 Workstation fungiert Gnome 3.20 als Standard-Desktop. Dessen Neuerungen kommen folglich Fedora-Anwendern zugute. Diese dürfen unter anderem in Gnome Software jetzt einzelne Anwendungen bewerten und kommentieren (Abbildung 1).

Abbildung 1: Derzeit gibt es erst wenige Bewertungen in Gnome Software, wie hier für die Astronomie-Software Stellarium.

Die Suchfunktion des Dateimanagers arbeitet nicht nur robuster: Zudem können Sie nun die Möglichkeit, die Ergebnisse jetzt danach filtern, wann die Datei zuletzt geändert oder verwendet wurde (Abbildung 2). Darüber hinaus lässt sich die Suche auf weitere Kategorien einschränken, wie etwa ausschließlich alle Dokumente.

Abbildung 2: Der Dateimanager zeigt die Icons standardmäßig riesig an.

Klappen Sie am oberen Bildschirmrand den Tray-Bereich mit dem Kalender auf, finden Sie dort jetzt zusätzliche Steuerelemente für die Wiedergabe von Medien (Abbildung 3). Die Foto-Verwaltung Gnome Fotos bringt jetzt zudem einfache Bearbeitungsfunktionen mit. Das Einrichten und Verwalten von Eingabegeräten und Druckern sowie die Kontrolle von Druckjobs klappt jetzt besser.

Abbildung 3: Neben dem Kalender finden sich im entsprechenden Bereich der Leiste Elemente, über die Sie bei Bedarf schnell ein Musikstück stoppen. Die Musikverwaltung übernimmt Rhythmbox.

Die Einstellungen für die Maus zeigen zudem immer die passenden Optionen zur angestöpselten Hardware. Darüber hinaus präsentieren viele Gnome-Anwendungen nun auf Wunsch eine Übersicht aller verfügbaren Tastaturkürzel (Abbildung 4).

Abbildung 4: Hier die Übersicht über alle Tastenkürzel des Dateimanagers.

Die spinnen, die Fedoras

Wer Gnome nicht mag, greift zu einer der Varianten der Workstation-Ausgabe. Diese sogenannten Spins [6] gab es zum Redaktionsschluss mit den vorinstallierten Desktop-Umgebungen Cinnamon 3.0, KDE Plasma 5.6.4 (Abbildung 5), LXDE, Maté (mit Compiz), SOAS und XFCE.

Abbildung 5: Fedora 24 gibt es unter anderem auch mit vorinstalliertem Plasma-Desktop.

Der Plasma-Spin enthält die KDE Applications 16.04. Die neue QGnomePlatform erleichtert dabei nach den Plänen der Entwickler schrittweise den Austausch von Einstellungen zwischen Gnome und Plasma [7]. Dies macht sich vor allem beim parallelen Betrieb der entsprechenden Programme beziehungsweise dem Mischen von Applikationen aus beiden Welten angenehm bemerkbar. In Fedora 24 funktioniert der Austausch allerdings vorerst einmal nur mit den Einstellungen für die Schriften.

Die Fedora-Labs bieten noch weitere Varianten der Distribution für spezielle Zwecke an, darunter etwa eine maßgeschneiderte Version für Spieler oder Wissenschaftler [8]. Neu dabei ist mit dem Astronomy Lab eine Fedora-Geschmacksrichtung für Astronomen und Astrophysiker (Abbildung 6).

Abbildung 6: Die Fedora Labs stellen maßgeschneiderte Varianten für verschiedene Zwecke bereit.

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