Reingeholt

Stellen Sie sicher, dass der Bereich links unten das Register NodeGraph anzeigt. Es präsentiert jeden Videoschnipsel und jeden Effekt als Kästchen beziehungsweise Knoten. Der dort bereits existierende Knoten Viewer repräsentiert den Vorschaumonitor im linken oberen Bereich. Die aus dem Knoten führenden schwarzen Striche stellen Sie sich am besten als heraushängende Videokabel vor. Da diese im Moment noch ins Leere führen, zeigt die Vorschau nur ein schwarzes Bild an.

Um das zu ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo neben Viewer und wählen aus dem Menü Image | Readers den Punkt ReadFFmpeg. Dann wählen Sie eine Videodatei von der Festplatte aus und klicken auf Open. Natron erstellt nun einen neuen Knoten, der den Clip repräsentiert und die Bezeichnung ReadFFmpeg1 trägt. Gleichzeitig erscheinen rechts oben in den Properties zahlreiche Informationen über die Datei (Abbildung 2).

Abbildung 2: In den Einstellungen des Reader-Knotens File finden Sie etwa den Dateinamen. Über das Symbol rechts neben dem Namen tauschen Sie den Clip bei Bedarf gegen eine andere Datei aus.

Natron verbinden zudem den Knoten schon mit dem ersten Eingang der Vorschau. Damit liest der Node ReadFFmpeg1 das Video von der Festplatte und schiebt es an den Viewer weiter, der es schließlich in der Vorschau darstellt. Unterhalb der Vorschau finden Sie eine Zeitskala samt Wiedergabeschaltflächen. Über das nach rechts gerichtete Dreieck starten Sie beispielsweise den Film (Abbildung 3).

Abbildung 3: Natron zählt die Bilder (Frames) durch. Hier zeigt die Vorschau den Frame 4915 an. Um schnell im Film zu navigieren, können Sie auch das orangefarbene Dreieck auf dem Zeitstrahl verschieben.

Grauschleier

Einen Effekt fügen Sie nach dem gleichen Muster hinzu wie das Video: Klicken Sie mit der rechten Maustaste im NodeGraph auf eine freie Stelle, und entscheiden Sie sich im unteren Bereich des Kontextmenüs für einen Effekt. Als Beispiel soll im Folgenden ein Schwarzweißfilm entstehen. Dazu fügen Sie via Color | ColorCorrect einen Knoten für die Farbkorrektur hinzu. Um ein Schwarzweißbild zu erhalten, muss das Video durch die Farbkorrektur laufen – beziehungsweise den Knoten mit dem Namen ColorCorrect1. Er zieht die Sättigung aus dem Bild und schiebt das somit farblose Ergebnis in die Vorschau.

Unter Umständen hat Natron bereits genau diese benötigte Verbindung hergestellt. Andernfalls müssen Sie selbst Hand anlegen: Fahren Sie mit dem Mauszeiger über den Eingang (Source) der Farbkorrektur. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt, und ziehen Sie das Kabel auf den Videoknoten (ReadFFmpeg1). Sobald Sie die Maustaste loslassen, verbindet Natron das Video mit der Farbkorrektur. Ziehen Sie auf dieselbe Weise den Eingang des Viewers zur Farbkorrektur (ColorCorrect1). Das Ergebnis sollte ähnlich aussehen wie in Abbildung 4. Mit dem Mausrad zoomen Sie in das Knotengewirr hinein und wieder heraus. Die Knoten dürfen Sie zudem per Drag & Drop auf der Fläche verschieben und so etwas Platz schaffen. Mit der Taste [F] zentrieren Sie die Darstellung.

Abbildung 4: Hier liest der Knoten ReadFFmpeg1 das Video von der Festplatte und übergibt es an den Knoten ColorCorrect1. Der nimmt eine Farbkorrektur vor und leitet das Ergebnis dann an den Knoten Viewer1 weiter, der es schließlich in der Vorschau anzeigt.

Damit läuft jetzt das Video durch die Farbkorrektur in die Vorschau. Rechts auf dem Register Properties zeigt Natron die Einstellungen der Farbkorrektur an (Abbildung 5). Schieben Sie dort den Regler neben Saturation nach links, ziehen Sie damit die Farbe heraus – übrig bleibt in der Vorschau das Schwarzweißbild. Nach dem gleichen Prinzip fügen Sie weitere Effekte hinzu. Um einen Knoten zu entfernen, klicken Sie ihn mit der Maus an, woraufhin er einen weißen Rahmen erhält. Dann drücken Sie [Entf].

Abbildung 5: Ist es Ihnen zu fummelig, die kleinen grünen Regler zu ziehen, tippen Sie einfach die Werte direkt in die Eingabefelder.

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