Animationsdocks

Die Zeitleiste gibt Ihnen die Möglichkeit, Keyframes und Animationslayer zu verwalten. Als Trickfilmzeichner verbringt man damit viel Zeit: In diesem Dialog fügen Sie neue Keyframes hinzu und löschen oder duplizieren bestehende Frames (Abbildung 3). In der linken Spalte pinnen Sie Animationsebenen auf die Zeitleiste oder entfernen diese Zuordnung wieder. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den schmalen Streifen direkt über der Zeitleiste, wählen Sie damit den entsprechenden Frame an. Indem Sie die Maustaste hier gedrückt halten und die Maus nach links oder rechts bewegen, spielen Sie die Animation entsprechend der Bewegung ab.

Abbildung 3: Das Zeitleisten-Dock erlaubt es Ihnen, die animierten Ebenen zu verwalten und jeden Frame individuell zu verwalten.

Im Animationsdock finden Sie die globalen Einstellungen des Films. Dort bestimmen Sie den Start- und End-Frame, die Abspielgeschwindigkeit sowie die Framerate (Abbildung 4). Krita nutzt diese Optionen beim Abspielen innerhalb der Anwendung sowie beim Export in eine Videodatei (aktuell nur in Form einer Bildfolge). Im unteren Bereich zeigt Krita klassische Mediaplayer-Buttons an, mit denen Sie Ihr Werk abspielen, zum nächsten Frame/Keyframe wechseln oder zum Ende springen. Schneller erreichen Sie die entsprechenden Funktionen aber, indem Sie unter Einstellungen | Krita einrichten ... | Keyboard Shortcuts und dort wiederum unter Krita | Animation Tastenkombinationen für diese Aktionen festlegen.

Abbildung 4: Im Animationsdock bestimmen Sie die Länge der Animation sowie die Framerate und die Abspielgeschwindigkeit.

Im Onion-Skins-Docker (Abbildung 5) steuern Sie die schematische Darstellung der vor und hinter dem aktuellen Frame liegenden Bilder in der Zeichenfläche. Die transparent unter den aktuellen Frame gelegten Bilder helfen, ein Gespür für die richtigen Animationspfade zu entwickeln und Zwischenbilder der Animation sauber zu zeichnen. Um die Sichtbarkeit von Keyframes zu steuern, tippen Sie auf Zahlen -10 bis 10 im Kopf des Docks. Die Höhe der Balken entspricht der Transparenz des entsprechenden Frames; je niedriger, desto weniger bekommen Sie davon noch zu sehen. Unterhalb des Balkens bestimmen Sie außerdem die Farbe der Frames auf der Leinwand.

Abbildung 5: Über die Onion Skins blenden Sie die vor und nach dem aktuellen Frame liegenden Bilder transparent in der Zeichenfläche ein.

Animationen gestalten

Haben Sie die für Animationen neu geschaffenen Docks geladen, stellen Sie im Dock Animation die Framerate und Animationsgeschwindigkeit ein. In den Feldern Start und End tragen Sie die zu animierenden Frames ein (für Playback und Export). Der große Zähler rechts daneben zeigt den gerade zum Zeichnen aktiven Frame an.

Das Tempo der Animation steuern Sie über die zwei Felder Play Speed und Frame Rate unterhalb davon. Die Framerate gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde Krita in das Video packt. Für eine flüssige Animation benötigen Sie in der Regel mindestens 24 Bilder pro Sekunde (FPS). Die Einstellung Play Speed beeinflusst lediglich die internen Abläufe von Krita. Mit einem Wert kleiner als eins verlangsamen Sie die Abspielgeschwindigkeit, sodass sich Fehler in der Animation leichter aufspüren lassen. Beim Export des Videos ignoriert Krita diese Einstellung.

Während der Arbeit mit Animationen werden Sie auch regelmäßig auf die 6 Schaltflächen (angeordnet in einem Raster von 2 mal 3 Buttons) neben diesen Einstellungen zurückgreifen. Die erste Reihe gibt Ihnen die Möglichkeit, einen neuen Keyframe anzulegen, den aktuellen Frame zu duplizieren oder ihn zu löschen. Darunter lassen Sie Krita das Onion-Skin-Dock ein- beziehungsweise ausblenden oder weisen das Programm an, bei jedem Einsatz der Zeichenwerkzeuge einen neuen Keyframe anzulegen. Der letzte Button veranlasst Krita dazu, nur noch Keyframes anzuzeigen, was besonders bei großen Projekten von Vorteil sein kann und ein flüssiges Playback ermöglicht.

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