Einstellungssache

Mit einem Klick auf das Zahnrad-Symbol in den Paneelen oder über [Alt]+[P] öffnen Sie die Einstellungen (Abbildung 4). Die starten in einem eigenen Fenster, lassen sich aber auch auf eine Tab-Ansicht umschalten.

Abbildung 4: Die Einstellungen des Browsers erlauben es Ihnen, das Verhalten und die Optik zielgenau an Ihre Vorstellungen anzupassen. Allerdings fehlen eine Zertifikats- oder Profilverwaltung.

Neben optischen Details wie dem Farbschema, das sich auf Wunsch an der Gestaltung der aufgerufenen Seite orientiert, stellen Sie darin auch die verwendeten Suchmaschinen ein. Unter Privatsphäre gelangen Sie zur Cookie- und Passwortverwaltung. Letztere erlaubt nur das Einsehen der vergebenen Benutzernamen, nicht jedoch der zugehörigen Passwörter.

Ebenso fehlen in den Standardeinstellungen die Regularien für den Zugriff auf Webseiten, etwa das Ausführen von Javascript oder das Nachladen von Bildern. Diese erreichen Sie über den Klick auf die stilisierte Weltkugel links neben der URL einer geladenen Seite und den Aufruf der Webseiten-Einstellungen am unteren Rand. Handelt es sich um SSL-verschlüsselte Seiten, finden Sie hier auch Details zum verwendeten Zertifikat.

Die in anderen Browsern übliche Zertifikatsverwaltung fehlt Vivaldi allerdings. Auch eine Funktion, um Profile anzulegen, sucht man vergeblich. Diese würde es gestatten, dass mehrere Personen den Browser mit jeweils persönlichen Umgebungsvariablen verwenden. Das Standardprofil speichert Vivaldi im Pfad /home/Nutzer/.config/vivaldi.

Auch fehlt eine Funktion für das Synchronisieren der Einstellungen, Addons, Lesezeichen oder gespeicherten Passwörter über mehrere Vivaldi-Installationen auf anderen Rechnern im Netz. Zumindest die Bookmarks lassen sich via Datei | Lesezeichen exportieren... ins HTML-Format überführen und andernorts wieder einspielen.

Die Experteneinstellungen unter http://vivaldi://flags erlauben unter anderem festzulegen, welche Funktionen der Browser beim Rendern unterstützt. Fehleinstellungen an dieser Stelle können aber dazu führen, dass der Browser nicht mehr funktioniert.

Bedienung

Vivaldi bietet eine umfangreiche Gesten- und Tastatursteuerung an. Das zugehörige Setup finden Sie unter Maus und Tastatur in den Einstellungen. Während sich die Maussteuerung auf wenige festgelegte Gesten beschränkt, erlaubt die Tastatursteuerung eine umfangreiche Anpassung an die eigenen Gewohnheiten.

So genügt ein Klick in den leeren Bereich neben den vorgegebenen Tastenkombinationen, um eigene Shortcuts für eine Aktion festzulegen. Vivaldi bietet Dutzende davon für alle erdenklichen Zwecke und gestattet mit etwas Übung das Bedienen des Browsers komplett über die Tastatur. [F2] öffnet die Liste der geöffneten Tabs und darunter die der hinterlegten Kurzbefehle. Ein Klick auf den gewünschten Eintrag führt den hinterlegten Befehl aus.

Eine weitere Besonderheit kommt vor allem bei vielen geöffneten Tabs zum Tragen: Diese lassen sich sehr einfach gruppieren. Dazu ziehen Sie einen geöffneten Tab auf einen anderen, bis er sich dunkelgrau einfärbt. Lassen Sie ihn nun los, integriert er sich in den Ziel-Tab. Kleine Striche über dem Sammel-Reiter markieren die darin enthaltenen Tabs. Verweilen Sie kurz mit dem Mauszeiger darüber, erscheint ein Dialog mit dem jeweiligen Namen. Da der sensitive Bereich relativ klein ausfällt, gerät das Umschalten zu anderen Tabs aber gelegentlich zum Geduldspiel.

Sie lösen eine Tab-Gruppe wieder auf, indem Sie darauf rechtsklicken und aus dem Kontextmenü Tabgruppe auflösen anwählen. Um alle Tabs auf einmal zu öffnen, wählen Sie Tabgruppe kacheln (Abbildung 5).

Abbildung 5: Vor allem bei vielen geöffneten Seiten hilft die Tab-Verwaltung, die es erlaubt, mehrere Reiter in Gruppen zusammenzufassen.

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