Software für die Probanden

Für den RasPi stehen in beiden getesteten Varianten zahlreiche Distributionen bereit. Neben dem Standard Raspbian, einer angepassten Debian-Version, gibt es in der Allrounder-Riege Images verschiedener Ubuntu-Varianten, den Fedora-Ableger Pidora, Arch Linux, PiBang, RISC OS und Gentoo. Populär sind auch Mediacenter wie OpenELEC, Raspbmc und Xbian. Aktuelle Kernel unterstützen die Distributionen zwar, verharren jedoch für den Raspi 3 derzeit noch bei 32-Bit-Images. Daneben stehen Windows 10 und Chromium OS für den RasPi 3 bereit.

Die Firma Hardkernel, Hersteller des Odroid-C2, bietet neben Android 5.1.1 [5] ein Ubuntu-16.04-Image mit Maté [6] als Desktop in der 64-Bit-Version an, das auf Kernel 3.14 basiert. Außerdem stellt die Community mit Odrobian ein Debian 8 "Jessie" sowie ein Arch-Image zum Download bereit. Als Mediacenter bietet sich der OpenELEC-Fork LibreELEC [7] an. In Zusammenarbeit mit CPU-Hersteller AMLogic und der sehr aktiven Odroid-Community entwickelt Hardkernel bereits an einem Kernel 4.4 LTS für den AMLogic-S905-SoC des C2. Erste Teile des dazu nötigen Codes flossen bereits in den Linux-Next-Zweig des offiziellen Kernels ein [8].

Als offizielle Linux-Distributionen für den Pine A64 kommen Xubuntu 16.04 und Debian 8 mit Maté zum Einsatz [9], daneben eignen sich noch Android 5.1.1 und Remix OS 2.0 Beta. Auch hier kommt ein Kernel in der Version 3.14 zum Einsatz. Wann der Allwinner A64 mit aktuellen Kerneln kooperiert, steht derzeit noch in den Sternen; eine Zusammenarbeit der Kernel-Entwickler mit dem CPU-Hersteller Allwinner ist nicht zu erwarten.

Benchmarks

Für den RasPi 2 und 3 sowie den Odroid-C2 wählten wir das für alle drei SBCs geeignete Image von Ubuntu 16.04 mit Maté-Desktop. Beim Pine A64+ kam das offizielle Xubuntu 16.04 zum Einsatz. Da wir alle Benchmarks per SSH triggerten, spielte die Desktop-Umgebung keine Rolle, sodass Ubuntu 16.04 eine durchgängig gute Vergleichsbasis darstellte.

Wir brachten vor den Tests alle Images auf den neuesten Stand. Als SD-Karte diente eine SanDisk Class 10 mit 32 GByte Kapazität. Beim C2 testeten wir zusätzlich mit einem 16 GByte eMMC-Modul, das der Odroid als Einziger in der Runde unterstützt.

Als Benchmark-Software entschieden wir uns für Sysbench [10], Iperf und P7zip. Sysbench ermittelt sowohl die Integer-Leistung der CPU als auch die Ein- und Ausgabegeschwindigkeit im Zusammenspiel mit der SD-Karte. Iperf [11] stellt die Geschwindigkeit der Ethernet- und WLAN-Schnittstellen fest.

Das Packprogramm P7zip [12] bietet eine wenig dokumentierte Option für einen Benchmark, bei dem die Software Pakete unter Verwendung des LZMA-Algorithmus ver- und entpackt. Die Ergebnisse dieser Benchmarks sind beim Vergleich aussagekräftiger als die Integer-Berechnungen des Sysbench, jedoch auch schwieriger zu interpretieren. Hier gilt es, sich auf der Webseite etwas in die Bedeutung der einzelnen Werte einzulesen.

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