Kantenfilter

Kantenfilter kommen bei unterschiedlichen Aufgaben zum Einsatz, beispielsweise beim Schärfen, aber auch für viele Effekte. GMIC widmet den zahlreichen Varianten die Filtergruppe Contours. Da auch das Freistellen von Objekten [5] auf der Kantenerkennung basiert, verwundert es nicht, dass es hier auch einen Freistellungsfilter gibt: Extract foreground [interactive] dient genau diesem Zweck (Abbildung 8). Das Werkzeug erzeugt eine Kopie der aktuellen Eingabeebene und lässt sich im Wesentlichen interaktiv mit der Maus bedienen.

Abbildung 8: GMICs Werkzeug zum interaktiven Freistellen heißt Extract foreground [interactive].

Im GMIC-Vorschaufenster markieren Sie dazu nach dem Ausführen des Filters mit der linken Maustaste Stellen, die zum freizustellenden Objekt gehören. Im Bild erscheinen grüne Punkte. Bildbereiche, die gerade nicht mehr dazugehören, wählen Sie mit der rechten Maustaste mit roten Punkten aus. Einmal gesetzte Punkte lassen sich bei Bedarf noch mit der Maus verschieben. Mit einem Druck auf die Leertaste lassen sie GMIC eine Vorschau errechnen. Weitere Tastaturkommandos erklärt die Beschreibung des Filters.

Zwei weitere Filter in dieser Gruppe sind besonders interessant: Local orientation erzeugt Bilder, die aussehen, als ob Sie sie aus einer Alu-Folie gedrückt hätten. Laplacian, ein klassischer Kantenfilter, erzeugt schmale Linien, wie man sie beim Kantenschärfen verwendet. Über die Parameter Smoothness und ... threshold lässt er sich viel besser steuern als die eingebaute Gimp-Variante.

Verzerren

Die Gruppe Deformations enthält speziell entwickelte Filter, um ein Bild zu verzerren, beispielsweise für Perspektiven, perspektivische Korrekturen oder (synthetische) Spiegelbilder. Hinzu kommen eine Fischaugenprojektion sowie diverse Rotationsfilter unter der Bezeichnung Kaleidoscope. Eine Besonderheit in dieser Gruppe stellt der Seamcarve-Filter dar.

Er ermöglicht das Skalieren von Bildern, ohne die wesentlichen Bildelemente zu beeinflussen. GMIC bietet zwei Seamcarve-Varianten an: Im automatischen Modus sucht der Filter selbstständig die Bereiche aus, in denen er Breite oder Höhe anpasst. Im manuellen Modus nutzt der Filter zwei Ebenen.

Über der Originalebene benötigen Sie eine zweite gleichgroße, transparente Ebene, auf der Sie mit roter Farbe Bereiche markieren, die der Filtern bevorzugt entfernen darf. Optional kennzeichnen Sie mit grüner Farbe die Bereiche, die unbedingt erhalten bleiben sollen. Damit GMIC die beiden Ebenen auch berücksichtigt, müssen Sie in der Auswahl Eingabe**/**Ausgabe die Option Aktive**&**darüberliegende einstellen (Abbildung 9).

Abbildung 9: Skalieren ohne die Inhalte zu verändern erlaubt Seamcarve.

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