Erweiterbar

Die in Owncloud integrierten Apps erweitern die Funktion der Software. Um sie zu aktivieren, melden Sie sich als Administrator an und klicken oben links im Fenster auf den Button Dateien. Dann wählen Sie im Untermenü den Eintrag Apps.

Nun haben Sie die Möglichkeit, im vertikal am linken Fensterrand geöffneten Kontextmenü die Apps in den verschiedenen Untergruppen zu betrachten und gewünschte Zusatzfunktionen durch einen Klick auf die jeweils unter der App befindliche Schaltfläche Aktivieren ins System einzubinden. Neu integrierte Apps stehen nach dem erneutem Anmelden allen Nutzern bereit.

Oben rechts im Hauptfenster bietet die Software eine Suche, mit deren Hilfe Sie nach Begriffen oder Zeichenfolgen stöbern. Verwaltungsfunktionen wie die Integration zusätzlicher Apps oder das Zuweisen von Speicherplatz bleiben jedoch dem Server-Administrator vorbehalten und stehen daher in der Client-Oberfläche nicht bereit.

Für das kollaborative Arbeiten mehrerer Clients in der Cloud stellt die Software zusätzlich in den verschiedenen Kategorien Optionen zum Teilen von Dateien bereit. Durch einen Klick auf die Schaltfläche Von Ihnen geteilt geben Sie die jeweiligen Inhalte für andere Nutzer frei, deren Namen Sie angeben. Im Bildschirm Mit Ihnen geteilt erscheinen dagegen Inhalte, die andere Nutzer im Intranet für Sie freigegeben haben. Selbst Links teilen Sie dabei über den entsprechenden Menüeintrag.

Owncloud ermöglicht es, bestimmte Rechte zum weiteren Verarbeiten der jeweiligen Daten durch den Empfänger zu vergeben. Nach der Freigabe einer oder mehrerer Dateien erscheint hinter diesen das Symbol Geteilt. Beim Empfänger wiederum zeigt die Software die geteilten Dateien im Ordner Mit Ihnen geteilt an.

Fazit

Owncloud ermöglicht das professionelle Verwalten und Bearbeiten von Daten in der privaten Cloud. Im Test überzeugte das Spektrum an Funktionen vollauf. Die Software arbeitete stabil und ließ sich intuitiv bedienen, ohne langwieriges Studium der Dokumentation.

Dringender Überarbeitungsbedarf besteht jedoch hinsichtlich der Server-Installation: Hier fehlt es offensichtlich seit Erscheinen der Version 9.0 an ausreichenden Tests, sodass die sehr fehlerbehafteten Routinen einen schnellen Einstieg in die lokale Cloud teilweise nachhaltig verhindern.

Auch das Update-Chaos sollten die Owncloud-Entwickler dringend entschärfen – momentan gerät jedes Upgrade von einer alten Version über mehrere Releases hinweg auf die aktuelle Variante zu einer Installationsorgie ohnegleichen. Das beherrschen andere Cloud-Projekte bereits erheblich besser.

Der Bandbreitenbedarf von Owncloud erweist sich als vergleichsweise hoch: Bei mehreren aktiven Clients, die große Dateien wie etwa Videos oder Filme teilen, stößt ältere Hardware schnell an Kapazitätsgrenzen. Für den Allround-User jedoch stellt die Software eine ausgezeichnete Option dar, eine eigene Datenwolke sicher und vor unbefugten Blicken geschützt aufzubauen. 

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 6 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Eigene Cloud einrichten mit Owncloud
    Speziell bei US-Cloud-Anbietern lagern die eigenen Daten oft alles andere als sicher. Wesentlich besser abgeschirmt und zudem sehr komfortabel arbeiten Sie in der eigenen Cloud mit Owncloud.
  • Owncloud 3 ist fertig

    Das freie Softwareprojekt Owncloud hat Version 3 seiner Synchronisations- und Filesharing-Plattform freigegeben. Neue Funktionen rund ums Online-Editieren von Dateien und der Synchronisation von Kalender- und Kontaktdaten zählen zu den Highlights. Holger Dyroff, bisher bei Suse, wird das Team von Owncloud Inc verstärken, der Firma hinter dem Projekt.
  • Wolkenumzug
    Nextcloud verspricht, die bei Owncloud gemachten Fehler zu vermeiden. Grund genug für viele Nutzer, einen Umzug ins Auge zu fassen.
  • Owncloud bekommt Audioplayer

    Der Desktop-Entwickler Frank Karlitschek berichtet von Fortschritten bei seinem Projekt Owncloud. Unter anderem gibt es jetzt einen Hoster, der das freie Softwarepaket nutzt.
  • Owncloud in einer ersten Beta-Version verfügbar
    Das Owncloud-Projekt des KDE-Entwicklers Frank Karlitschek hat eine erste Softwarekomponente als Beta-Version veröffentlicht. Es handelt sich um einen webbasierten Datenspeicher.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...