Client

Um den nativen Owncloud-Client zu nutzen, installieren Sie zunächst das für die eingesetzte Distribution passende Binärpaket. Eine Anleitung für die gängigen Distributionen sowie die entsprechenden Repository-Einstellungen erhalten Sie auf der OpenSuse-Seite [3]. Haben Sie die Software nach der jeweiligen Anleitung installiert, so erscheint nach einem Neustart des Systems ein entsprechender Eintrag im Menü. Außerdem startet der Client voreingestellt automatisch; ein Symbol im System-Tray des Panels zeigt ihn als aktiv an.

Zunächst teilen Sie der Software mithilfe eines grafischen Assistenten die Authentifizierungsdaten für die Cloud mit; anschließend definieren Sie die Parameter für die Synchronisation. Zudem geben Sie einen lokalen Ordner an, in dem die abgeglichenen und zu synchronisierenden Daten lagern sollen. Definieren Sie keinen eigenen Ordner, wählt Owncloud die Vorgabe ~/ownCloud und legt dieses Verzeichnis bei Bedarf automatisch an (Abbildung 6).

Abbildung 6: Die Grundeinstellungen gestalten sich unter dem Owncloud-Client sehr einfach.

Dieser Ordner inklusive Unterverzeichnissen dient der Synchronisation mit dem Cloud-Speicher, wobei das Programm die Daten in beide Richtungen abgleicht. Sie dürfen jedoch Verzeichnisse vom Datentransfer ausschließen. Die Software synchronisiert Dateien automatisch mit den MyTuxedo-Servern, sobald Sie diese in den lokalen Cloud-Ordner auf dem Rechner verschieben oder kopieren. Dabei berücksichtigt die Software Modifikationen, die Sie im Browser oder über ein Mobilgerät wie Smartphone oder Tablet-PC vornehmen.

Ein Linksklick auf das Applet im Panel öffnet ein Kontextmenü, das sowohl das Öffnen des lokalen Cloud-Ordners erlaubt als auch den direkten Zugriff auf den entfernten Speicher und die entsprechenden Dienste über den Webbrowser. Über den Menüpunkt Einstellungen... legen Sie für den Owncloud-Client zudem die wichtigsten Optionen fest. In diesem Dialog im Reiter Netzwerk definieren Sie unter anderem die Bandbreite für Up- und Downloads (Abbildung 7).

Abbildung 7: Verschiedene Einstellungen erleichtern den Umgang mit dem Linux-Client.

Um einen Überblick über den genutzten Speicherplatz und die eingestellten Optionen für die Synchronisation zu erhalten, klicken Sie auf den ganz links im Dialog befindlichen Reiter mit Ihrem Nutzernamen. Hier fügen Sie über die Schaltfläche Benutzerkonto einen neuen Account hinzu, melden sich vom aktiven ab oder entfernen diesen. Über den Button ... ändern Sie außerdem die Einstellungen zur Synchronisation.

Damit insbesondere im Intranet der Überblick über die Aktivitäten in der Cloud erhalten bleibt, haben die Owncloud-Entwickler zusätzlich im Reiter Aktivität ein Protokoll für die Serveraktivität und die Synchronisation mit entsprechenden Tabs implementiert. Zusätzlich sehen Sie über den Reiter nicht synchronisiert jene Ordner, bei denen ein Abgleich noch aussteht (Abbildung 8).

Abbildung 8: Durch die Protokollfunktion behalten Sie stets den Überblick über die Aktivitäten in der Cloud.

Mobiler Einsatz

Die Software warnt auf Wunsch, wenn Sie sehr umfangreiche Daten vom Server herunterladen. Im Reiter Allgemein aktivieren Sie diese Option und legen fest, ab welchem Umfang die Warnung erscheint – voreingestellt sind 500 MByte. Diese Option erweist sich vor allem beim mobilen Arbeiten via UMTS/LTE als praktisch.

Im Praxistest mit einer LTE-Anbindung überzeugte die MyTuxedo-Cloud rundum. Selbst beim Transfer großer Dateien erzielte der Client stets ordentliche Übertragungsraten. Sobald wir lokal Dateien im Owncloud-Ordner verschoben oder kopierten, synchronisierte die Software diese umgehend zuverlässig. Umgekehrt – von der Cloud zum lokalen Speicher – liefen alle Vorgänge ebenfalls schnell und zuverlässig ab, sodass der Datenbestand stets konsistent blieb.

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