Ansichtssache

MyTuxedo gestattet das Betrachten verschiedener Dateitypen, ohne dass Sie diese auf den lokalen Massenspeicher herunterladen. Textdateien öffnet die Software ebenso in einem Viewer wie PDF-Dokumente, die Sie nach einem Mausklick auf die gewünschte Datei über das entsprechende Plugin des Browsers im Vollfenster-Modus angezeigt bekommen.

Bilder zeigt die Applikation bereits als Thumbnails links neben dem Dateinamen an. Klicken Sie auf eine der Ansichten, so markieren Sie diese Datei und blenden rechts im Browser einen Bereich ein, der das Bild größer darstellt und darunter eine Funktion anbietet, die das Teilen der Abbildung mit anderen Anwendern in der Cloud gestattet.

Die Funktion zum Markieren in der jeweiligen Vorschau von Bildern oder Dokumenten dient außerdem dazu, diese Dateien zum Löschen vorzubereiten. Nach dem Markieren klicken Sie dazu oben rechts in der Listenansicht auf das Papierkorb-Symbol mit der Beschriftung Löschen, woraufhin die angewählten Dateien aus der Liste verschwinden. Die Software löscht sie jedoch noch nicht endgültig, sondern legt sie zunächst im Papierkorb ab.

Durch einen Klick auf die Schaltfläche mit dem Papierkorb und der Bezeichnung Gelöschte Dateien unten links im Fenster öffnen Sie die Ansicht aller Dateien mit diesem Status. Diese markieren Sie je nach Bedarf erneut und schubsen sie durch einen Klick auf das Symbol Löschen unwiderruflich aus dem Speicher, wobei vor dem Löschen keine Sicherheitsabfrage mehr erscheint. Durch einen Klick auf Wiederherstellen schieben Sie stattdessen versehentlich in den Papierkorb verschobene Daten an ihren alten Platz zurück (Abbildung 2).

Abbildung 2: Bilder zeigt die Software hinter MyTuxedo bereits in der Vorschau als verkleinerte Abbildungen an.

Möchten Sie den Cloud-Speicher transparent ins System integrieren, also ohne Einsatz des Browsers, so verwenden Sie dazu das WebDAV-Protokoll. Das setzt einen Dateimanager auf dem System voraus, der entsprechende Laufwerke einbindet. Die aktuell unter den großen Linux-Desktops gebräuchlichen Dateimanager wie Dolphin, Nautilus, Thunar oder PcmanFM beherrschen alle den Umgang mit WebDAV und binden somit den Cloud-Speicher nahtlos ein. Die für die Konfiguration im Dateimanager benötigte WebDAV-Adresse erhalten Sie über den Browser auf der MyTuxedo-Seite, indem Sie unten links auf den Menüeintrag Einstellungen klicken. Die Software zeigt nun die entsprechende URL an, die Sie einfach in die Zwischenablage übernehmen.

Anschließend öffnen Sie den lokalen Dateimanager und integrieren den Cloud-Speicher als Netzlaufwerk. Dazu fügen Sie im entsprechenden Dialog die Adresszeile aus der Zwischenablage als Host-Adresse ein. Sofern das Programm eine Portnummer abfragt, geben Sie hier Port 80 an. Da die Dateimanager universelle Protokolle unterstützen, wählen Sie zudem je nach vorhandenem Dialog per Auswahlfeld oder durch Aktivieren eines Radiobuttons das WebDAV-Protokoll aus (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit wenigen Mausklicks richten Sie den Cloud-Dienst als Netzlaufwerk mit einem Dateimanager wie Pcmanfm ein.

Nach Angabe aller Parameter schließen Sie den Dialog. Je nach Dateimanager geben Sie nun noch die Daten zum Authentifizieren für den Zugriff auf das Laufwerk an. Danach steht der Speicher wie ein herkömmlicher lokaler Speicher bereit (Abbildung 4).

Abbildung 4: Der Cloud-Speicher ist anschließend wie ein herkömmlicher Massenspeicher in Ihr System eingebunden.

Zusatzfunktionen

Die Bedienoberfläche im Browser bietet viele verschiedene zusätzliche Funktionen zum kollaborativen Arbeiten, die Sie oben links durch einen Klick auf Dateien rechts vom Tuxedo-Logo erreichen. Im sich öffnenden Menü finden Sie nun Dienste wie eine Anbindung an bestehende Mailkonten, einen Kalender, eine Kontaktliste und auch einen Aufgabenplaner.

Zusätzlich integriert das Interface einen Dokumenten- und einen Bildbetrachter sowie einen MP3-Player. Ein Speicher für Passwörter und eine Aktivitätsanzeige runden das Angebot ab. Während der Bildbetrachter mit unterschiedlichen Dateiformaten kooperiert und die Anzeige von Slideshows im Vollbildmodus ermöglicht, zeigt sich der MP3-Player von der wählerischen Seite: Ogg-Vorbis-Dateien oder andere freie Formate spielt die Software nicht ab, sondern beschränkt sich auf das patentbehaftete MP3 (Abbildung 5).

Abbildung 5: Insbesondere der Bildbetrachter unterstützt viele Formate und bietet außerdem eine Slideshow-Funktion.

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