Fazit

Pydio bietet durch seine intuitiv bedienbare Oberfläche im Webbrowser einige ergonomisch interessante Ansätze. Allerdings lässt sich die freie Cloud-Lösung unter Linux aufgrund der fehlerhaften Client-Anwendungen bislang nur sehr eingeschränkt einsetzen. Außerdem bedarf die Dokumentation dringend diverser Ergänzungen und Aktualisierungen. Unverständlich bleibt, warum selbst die Installation der Client-Anwendungen trotz mehrjähriger Entwicklungszeit immer noch profundes Linux-Wissen voraussetzt und viel Handarbeit erfordert, obwohl sich Pydio als lokale Cloud-Lösung vornehmlich an Endanwender und kleine Arbeitsgruppen ohne Linux-Geeks als Administratoren richtet.

Letztendlich kann man den Entwicklern nur dringend raten, die Software vor einer Freigabe eingehender zu testen: Insbesondere bei Cloud-Diensten, denen die Nutzer oft wertvolle Datenbestände anvertrauen, sollte es selbstverständlich sein, nur eingehend getestete und fehlerbereinigte Software anzubieten. Experimentelle Lösungen sind dabei sowohl für Privatanwender als auch für Unternehmen fehl am Platz. Im derzeitigen Zustand lässt sich die Pydio-Cloud daher für Einsteiger und weniger erfahrene Administratoren nicht empfehlen. 

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