Saubere Oberfläche

Die Enpass-Oberfläche bietet in der linken Leiste bereits zehn Kategorien an, die das Programm jeweils nochmals unterteilt, wenn Sie in Datei | Neues Element einen neuen Eintrag anlegen. Was sonst nirgends hineinpasst, landet im Ordner Sonstiges; darüber hinaus dürfen Sie eigene Ordner anlegen.

Im unteren Teil der linken Leiste gibt es einige nützliche Funktionen, die sich eröffnen, sobald Sie auf Passwort kontrollieren klicken. Sie sehen hier auf einen Blick, ob Passwörter als schwach anzusehen oder mehrfach vergeben sind. Die Applikation zeigt außerdem das Alter der Passwörter, nach Monaten gestaffelt.

Neue Passwörter erstellen Sie im Menü unter Werkzeuge | Passwort generieren. Dabei gibt es die Option, statt des üblicherweise kryptischen Passworts ein lesbares Pendant zu generieren. In jedem Fall dürfen Sie die Länge des neuen Passworts vorgeben. Bleibt es bei kryptisch, so bestimmen Sie bei Bedarf außerdem die Anzahl von Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen und kopieren anschließend das Ergebnis in die Zwischenablage.

Sobald Sie neue Einträge anlegen, hier Elemente genannt, ändert sich je nach Kategorie in der Vorlage die Anzahl der angebotenen Felder zum Eintragen von Informationen (Abbildung 8). So bietet etwa das Eingabefeld für die Daten eines Servers Felder für DNS, CPU, Hoster und weitere, die bei einem Eintrag zu einem Bankkonto keinen Sinn machen.

Abbildung 8: Beim Anlegen eines neuen Eintrags haben Sie die Möglichkeit, die Kategorie zu wählen, sodass die Applikation entsprechende Eingabefelder anbietet.

Oft sind hier mehr Felder vorgegeben als Sie benötigen. Die Applikation erlaubt es nicht, diese zu löschen. Damit Sie aber trotzdem einen guten Überblick haben, ohne zu scrollen, ordnen Sie die einzelnen Felder neu an, indem Sie die gewünschten nach oben ziehen. Die Dokumentation, die Sie auf der Webseite unter der Rubrik Support finden, fällt recht ausführlich aus. Allerdings steht Sie nur in Englisch bereit (Abbildung 9).

Abbildung 9: Die Dokumentation zum Passwortmanager ist ausführlich, steht allerdings nur in Englisch bereit.

Fazit

Enpass versetzt Sie in die Lage, nur noch ein Passwort – das Master-Passwort – außerhalb des Managers zu verwalten. Sie sollten es allerdings gut sichern, denn wenn es verloren geht, gibt es keinen Weg, mit vertretbaren Mitteln wieder an die Passwörter zu kommen. Andererseits vermag auch kein Angreifer bei vertretbarem finanziellem und zeitlichem Aufwand mit der Datenbank etwas anzufangen. Das gilt hoffentlich für alle Anbieter am Markt. Pro und Kontra der am weitesten verbreiteten Passwortmanager lesen Sie im Internet in einem Vergleich nach [10].

Enpass verfügt bei vertretbaren einmaligen Kosten über eine intuitive Oberfläche. Angebote, die ähnlich gute Bedienbarkeit und eine Synchronisation bieten, verlangen monatliche Gebühren. Gänzlich kostenlose Angebote wie KeePassX fallen in beiden Disziplinen hinter Enpass zurück. Alle angebotenen Enpass-Versionen haben die Entwickler exakt auf die jeweiligen Plattformen zugeschnitten.

Der größte Vorteil liegt sicher in der Synchronisation über alle erdenklichen Geräte hinweg. So haben Sie eine stets aktuelle Version der Datenbank dabei, selbst unterwegs. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen die Linux-Version aktiv weiter. Sie entspricht dabei funktionell der für Windows.

Ein Wunsch an die Entwickler wäre, mehrere Datenbanken zu ermöglichen: So könnte man beruflich genutzte Passwörter getrennt von privaten Daten aufbewahren. Der einzig ersichtliche gravierende Nachteil von Enpass liegt in der Tatsache, dass es sich nicht um freie Software handelt. 

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