Backup oder Distribution

Zum Start benötigt Pinguy Builder Root-Rechte und fordert Sie zudem auf, alle anderen Fenster zu schließen und Netzwerkfreigaben auszuhängen. Danach öffnet sich eine etwas altbacken wirkende grafische Oberfläche, die am oberen Rand die drei Reiter Actions, Settings und Output bereithält. Im ersten Reiter finden Sie vier Optionen aufgeführt, Pinguy Builder einzusetzen.

Backup dient dazu, ein genaues Abbild des Systems mit allen Einstellungen zu bauen und ein bootfähiges ISO-Image auszugeben. Dist bewerkstelligt dasselbe, allerdings bereinigt um persönliche Daten und nutzerspezifische Einstellungen (Abbildung 2). Die beiden Optionen Distcdfs und Distiso teilen den Vorgang in zwei Teile, die ein weiteres Bearbeiten zulassen. Dabei erstellt der erste Teil lediglich ein Dateisystem, in dem sich noch Daten verändern oder Pakete hinzufügen lassen, bevor der zweite Teil darauf aufbauend das Image erstellt.

Abbildung 2: Im "Dist Mode" erstellt der Pinguy Builder ein Abbild des Systems ohne persönliche Daten.

Der fünfte Button räumt am Ende vor dem Neubau die temporären Dateien auf. Im unteren Teil des ersten Reiters binden Sie dann bei Bedarf noch grafisch angepasste Themen für den Bootmanager in der Live-CD und im installierten System sowie für Plymouth ein.

Einstellungssache

Im zweiten Reiter ändern Sie nun bei Bedarf das vordefinierte Arbeitsverzeichnis und vergeben Label und Namen für das Endprodukt. Das Arbeitsverzeichnis muss dabei im installierten System auf einem Linux-Dateisystem liegen. Zudem passen Sie hier die Optionen für SquashFS [8] an und schließen Dateien oder Ordner aus dem ISO-Image aus.

Über eine der drei Optionen zur Image-Erstellung starten Sie dann den Arbeitsprozess des Tools. Die beiden ersten Optionen nehmen auf aktueller Hardware rund 30 Minuten in Anspruch, wobei der Löwenanteil auf den Zusammenbau des ISO durch SquashFS fällt (Abbildung 3).

Abbildung 3: SquashFS benötigt rund eine halbe Stunde.

Für unseren Test verkleinerten wir die vorhandene Installation, indem wir rund 400 MByte an Paketen entfernten. Das resultierende Image liegt nach Abschluss der Arbeiten in /home/PinguyBuilder/PinguyBuilder/ und lässt sich von dort auf einen optischen Datenträger brennen oder auf einen USB-Stick auslagern (Abbildung 4). Die maximal mögliche Größe der ISO-Datei beschränkt sich aufgrund der Limitierungen durch den Standard ISO9660 allerdings auf 4 GByte. Der Entwickler empfiehlt, vor dem weiteren Verwenden des ISOs einen ersten Test in einer virtuellen Maschine.

Abbildung 4: Das ISO-Image liegt nach Abschluss aller Arbeiten im eingestellten Arbeitsverzeichnis.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • PinguyOS – Linux für Einsteiger
    Vielen Linux-Distributionen haftet immer noch der Ruf an, sich nur für Geeks zu eignen. PinguyOS belegt eindrucksvoll, dass Linux längst reif auch für Anfänger ist.
  • Neues auf den Heft-DVDs
    Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
  • DVD-Inhalt
  • Websites bauen mit Quick'n Easy Web Builder
    Der Quick'n Easy Web Builder erlaubt Webdesign in DTP-Manier, lässt sich via Ubuntu Software Center einfach in Betrieb nehmen und erlaubt auch Anwendern ohne HTML- und CSS-Kenntnissen das Entwerfen von Webseiten.
Kommentare
Noch mal zu Pinguy Builder 5.2016
Anonymous (unangemeldet), Freitag, 27. Mai 2016 23:01:43
Ein/Ausklappen

...Entschuldigung. Hab's gefunden.



Bewertung: 280 Punkte bei 47 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
Zu PinguyBuilder, in Linux User 5.2016
Anonymous (unangemeldet), Freitag, 27. Mai 2016 22:50:03
Ein/Ausklappen

Der Artikel über PinguyBuilder ist ja ganz interessant, aber...
wo sind die Links dazu?
im Artikel selbst ist nichts zu finden. Auf sourceforge selbst hab ich auch nichts dazu gefunden.
Sollte das ein Aprilscherz sein?



Bewertung: 173 Punkte bei 44 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...