Software

Hewlett-Packard gehört bereits seit etlichen Jahren zu jenen Herstellern, die für die meisten angebotenen Geräte Linux-Treiber offerieren. Dazu hat das Unternehmen mit der Software Hplip ("HP Linux Imaging and Printing") eine permanent aktualisierte Sammlung an Treibern und Tools im Angebot, die neben den Treibern für den Druck auch Module für den Betrieb von Scanner und Fax beinhaltet [2].

Die Hplip-Programme befinden sich inzwischen in den Software-Repositories vieler Linux-Distributionen und gelangen bei den gängigen Varianten des freien Betriebssystems so bei jeder Installation mit auf den Massenspeicher. Erfreulicherweise stellt HP die Hplip-Sammlung unter verschiedenen freien Lizenzen kostenlos bereit. Das ermöglicht es, durch die jeweils aktuellsten Versionen sehr zeitnah neueste Baureihen der Geräte unter Linux zu nutzen.

Installation

Um die Drucker M252n und M252dw unter Linux zu betreiben, benötigen Sie die Tool-Sammlung in Version 3.15.4 oder neuer. Wanderte die Software bereits bei der Installation der Distribution automatisch mit auf die Festplatte, so rufen Sie das Programm aus der Menüstruktur heraus mit einem Mausklick auf, während Sie den Drucker über das mitgelieferte USB-Kabel mit dem Computer verbunden und eingeschaltet haben.

Über Help | About... prüfen Sie die Versionsnummer. In der Regel erkennt die Routine bei eingeschaltetem Drucker, dass ein Gerät an den Computer angeschlossen ist, und meldet im automatisch beim Einrichten gestarteten Assistenten das korrekte Modell. Erhalten Sie hier jedoch bereits die Fehlermeldung, dass das Programm keinen Drucker erkennt, ist in aller Regel die Version von Hplip veraltet und verfügt noch nicht über ein entsprechendes Modul für das Gerät.

Da die Entwickler meist im Abstand von etwa zwei Monaten neue Versionen der Programme freigeben [3], empfiehlt es sich, in einem solchen Fall auf der Projektseite das neueste Release zu besorgen. Alternativ installieren Sie über die Aktualisierungsverwaltung Ihrer Distribution die neueste Version (Abbildung 2).

Abbildung 2: Ist die Software Hplip ausreichend aktuell, erkennt sie den angeschlossenen Drucker in der Regel problemlos.

Betreiben Sie Ihren Drucker über eine Kabelverbindung und erkennen die HP-Tools das Gerät im Assistenten, so besteht die Möglichkeit, das Modell in wenigen Schritten ins System zu integrieren.

Etwas aufwendiger gestaltet sich das Einbinden des LaserJet Pro M252dw ins WLAN, da der Hersteller hier zwei Möglichkeiten vorsieht, um das Gerät einzurichten: Haben Sie das Gerät via USB-Kabel an den Computer angeschlossen, nutzen Sie dazu den Assistenten von Hplip; anderenfalls erfolgt die Konfiguration über den im Drucker eingebauten Touchscreen.

Dazu tippen Sie auf dem Touchscreen auf Setup und anschließend auf Netzw.-Einst.. Im sich öffnenden Dialog wählen Sie den Eintrag Drahtlosmenü und danach Drahtloseinr.-Assistent. Anschließend präsentiert Ihnen die Software eine Liste der gefundenen drahtlosen Netze, aus der Sie das gewünschte WLAN auswählen und mithilfe einer kleinen Tastatur auf dem Schirm die Daten zum Authentifizieren eingeben.

Mit einem abschließenden Tippen auf OK speichert das Gerät die Zugangsdaten. Danach verbindet sich der Drucker mit dem WLAN und springt im Menü in die oberste Ebene zurück. Nun haben Sie die Möglichkeit, den Drucker auf Computern im Intranet zu installieren. Dazu starten Sie auf dem jeweiligen Gerät Hplip. Es sucht automatisch nach entsprechender Hardware, die sich im WLAN befindet.

Findet es trotz aktueller Version kein Gerät, so liegt dies meist daran, dass sich der Drucker im Schlafmodus befindet. Klicken Sie in einem solchen Fall in der Hinweisanzeige auf den Button Setup Device... unten rechts, und wählen Sie im anschließenden Bildschirm die Option Network/Ethernet/Wireless network (direct connection or JetDirect), indem Sie den Radiobutton davor aktivieren.

Nun durchsucht die Software das WLAN und zeigt die gefundenen Drucker mit dem Namen des Modells, IP-Adresse, Hostnamen und URI des Geräts an. Diese ausführliche Liste hilft besonders dann weiter, wenn sich in größeren Netzen zwei oder mehrere Geräte der gleichen Bauart befinden. Sie wählen hier aus, welches Gerät Sie jeweils ansprechen wollen. Nach einem Klick auf Next geben Sie in einem weiteren Dialog den Standort des Druckers und eine kurze Beschreibung ein. Diese optionalen Angaben können beim Betrieb eines einzelnen Geräts im heimischen WLAN entfallen.

Durch einen weiteren Mausklick auf die Schaltfläche Add Printer installiert und konfiguriert die Hplip-Sammlung das Gerät, wobei die Software hier automatisch den Cups-Server entsprechend vorbereitet. Danach springt das Programm in einen Dialog, der links alle installierten HP-Geräte anzeigt. Der größere Bereich rechts ändert jeweils abhängig vom ausgewählten Gerät sein Aussehen. Fünf horizontal am oberen Rand angeordnete Reiter enthalten nun alle Statusanzeigen und bieten die Möglichkeit, diverse Funktionen abzurufen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Der Betrieb der Hplip-Tools gelingt in der Regel intuitiv, sodass Sie einen im Intranet befindlichen Drucker mit wenigen Mausklicks auf einem Computer konfigurieren.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 6 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Digitalisiert
    Scannen unter Linux ist seit Jahren ein leidiges Thema: Das dafür gedachte Sane unterstützt viele vor allem exotischere Modelle und Multifunktionsgeräte nicht oder nur rudimentär. Für Abhilfe sorgt das kostenpflichtige Tool Vuescan.
  • Drucken und scannen – aber womit?
    Tinte oder Laser? Netzwerkfähig oder nicht? Reiner Drucker oder lieber ein Multifunktionsgerät mit Kopierfunktion? Wenn Sie die Anschaffung eines neuen Druckers oder Multifunktionsgeräts planen, stellen Sie sich diese Fragen. Wir erklären, worauf es ankommt.
  • Kompakter Farblaserdrucker Samsung CLP-365W
    Kompakte Laserdrucker stoßen inzwischen preislich wie technisch in den Markt der Tintenstrahldruckern vor. Mit dem CLP-365W bietet Samsung ein SOHO-taugliches Modell mit gutem Linux-Support an.
  • Druck machen mit CUPS
    Das Drucksystem CUPS erlaubt auch Linux-Anwendern die problemlose Einrichtung von Druckern. Wir zeigen Ihnen am Beispiel von HP- und Kyocera-Geräten, wie Sie USB- und Netzwerkdrucker zur Kooperation mit Linux bringen.
  • Zwei Laserdrucker unter 200 Euro im Test
    Laserdrucker und Tintenstrahldrucker nähern sich beim Preis einander an, doch auch bei der Ausstattung und der Notwendigkeit spezieller Treiber. Dass Laserdrucker unter 200 Euro auch mit Linux funktionieren, zeigt dieser Test.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...