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© Hewlett-Packard

HP Color LaserJet Pro M252dw im Test

Sauber gedruckt

Immer noch liefern viele Hersteller bei Laserdruckern für Linux nur Treiber, die längst nicht alle Finessen der Geräte unterstützen. Hewlett-Packard zeigt, dass es auch anders geht.

Reine Laserdrucker kommen bei privaten Anwendern zunehmend aus der Mode, weil viele Hersteller zu günstigen Preisen Geräte offerieren, die nicht nur drucken, sondern auch scannen und kopieren können. Nicht teurer als ein Einstiegsdrucker mit Laser- oder LED-Technologie handelt es sich bei den Multifunktionssystemen aber meist um Tintenstrahlgeräte.

Aufgrund dieser Technologie weisen Sie gravierende Nachteile insbesondere für Anwender auf, die selten drucken: Oft trocknen die Patronen ein, gelegentlich – je nach Konstruktion – darüber hinaus die Druckköpfe. Die häufig sehr teuren Verbrauchsmaterialien stehen dann wesentlich häufiger auf dem Einkaufszettel als eigentlich erwünscht.

Darüber hinaus wirken Ausdrucke beim Einsatz von Papieren mit rauer Oberfläche gelegentlich unansehnlich. Muss es schnell gehen und sind viele Ausdrucke zu bewältigen, hängen zudem aktuelle Laserdrucker der Einstiegsklasse selbst schnelle Tintenstrahler noch locker ab.

Der US-amerikanische Hersteller Hewlett-Packard bietet nach wie vor reine Drucker für jedes Segment an. Als neueste Geräte für das kleine Heimbüro und den ambitionierten Privatnutzer gibt es seit wenigen Monaten die Modelle Color LaserJet Pro M252n und M252dw, von denen Letzterer mit einigen Innovationen und einer exzellenten Unterstützung für Linux aufwartet [1].

Hardware

Beide Geräte kommen mit einem Vierfarben-Druckwerk, bei dem die einzelnen Kartuschen in einer ausziehbaren Schublade residieren. Diese fährt dabei nach Öffnen einer Abdeckklappe an der Frontseite des Geräts aus. In die gleiche Richtung ziehen Sie die Kassette für das Papier aus dem Gerät, die etwa 150 Blatt herkömmliches Papier aufnimmt.

Über der Kassette befindet sich noch ein Einzug für Einzelblätter, der die Möglichkeit bietet, das Gerät mit besonderen Papieren zu füttern. Dabei dürfen Sie laut Hersteller Papiergewichte bis zu 220 g/qm verarbeiten. Ausdrucke bringen die Laserdrucker mit einer physikalischen Auflösung von 600 dpi auf das Papier – gängiger Standard. Um bei großen Schriften Stufeneffekte zu vermeiden, setzt der Hersteller das Kantenglättungsverfahren ImageREt ein.

Die durch ein modern-kantiges Design und eine weißgraue Farbgebung recht ansehnlich wirkenden Geräte bringen rund 12 Kilogramm Gewicht auf die Waage, was ein solides Druckwerk andeutet. Tatsächlich gibt HP die monatliche Druckleistung mit durchschnittlich 250 bis 2500 Seiten an, was dem Volumen eines kleineren Büros entspricht. Laut Hersteller drucken die Systeme mit einer maximalen Geschwindigkeit von 18 Seiten pro Minute, wobei der M252dw eine automatische Duplexfunktion zum beidseitigen Bedrucken des Papiers bietet.

HP Color LaserJet Pro M252dw

Prozessor 800 MHz
Speicher 256 MByte
Druckgeschwindigkeit bis zu 18 Seiten/Minute in Schwarz-Weiß und Farbe
Auflösung 600 x 600 dpi mit Kantenglättung
Farbdruck 4 Kartuschen
Anschlüsse RJ45 (10/100 Mbit/s), USB 2.0 (inklusive Direktdruck), WLAN 802.11b/g/n, WiFi Direct Print
Formate HP PCL 6, HP PCL 5c, HP PostScript Level 3 (Emulation), PDF, URF
Papierzufuhr 2 (Schublade/Einzelblatt)
Papiergewicht 52 bis 220 g/qm
Bedienung schwenkbares Touchscreen-Display
Abmessungen 392 x 412 x 236 mm
Gewicht 12,2 kg
Betriebssysteme alle Linux-Varianten
Software Hplip-Tools ab Version 3.15.4
Interface Touchscreen, eingebauter Webserver, Hplip-Tools
Monatliches Druckvolumen
empfohlen zwischen 250 und 2500 Seiten
maximal 30 000 Seiten
Besonderheiten
Duplexdruck ja (automatisch)
Direktdruck ja (über USB-2.0-Anschluss an der Oberseite)
Preise
UVP / Straße 250 Euro / 195 Euro

Reichlich Anschluss

Das Modell M252dw fällt im Vergleich zu seinem kleineren Bruder äußerlich zunächst durch das nach oben schwenkbare, berührungssensitive Display auf, das bei einer diagonalen Größe von 7,6 Zentimeter die komplette Konfiguration gestattet. Am linken Rand des Displays befinden sich zusätzlich drei zusätzliche Tasten, die der Navigation im Menü dienen und die Hilfe aufrufen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Der Touchscreen des LaserJet M252dw bietet eine komfortabel zu bedienende Oberfläche, über die Sie das Gerät bei Bedarf komplett konfigurieren.

Zur kabelgebundenen Kommunikation stehen eine USB-2.0-Buchse und ein RJ45-Anschluss an der Rückseite bereit. Letzterer arbeitet mit 100 Mbit/s. An der Oberseite des Druckers findet sich unter einer kleinen Klappe zusätzlich ein weiterer USB-Anschluss, der den direkten Druck bestimmter Dateiformate von Wechseldatenträgern wie Speichersticks gestattet. Das Gerät verfügt darüber hinaus über eine WLAN-Schnittstelle nach dem 802.11b/g/n-Standard. Zudem gelingt über dieses Interface der direkte Druck von Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets.

Wie der kleinere Bruder gehört das Modell zu den ersten Systemen von Hewlett-Packard, die die sogenannte JetIntelligence-Technologie integrieren. Hierbei verfügt die Tonerkartusche über eine spezielle Elektronik, die es im Verbund mit der Firmware des Geräts gestattet, permanent Daten wie die Rotation der Trommel und den Verbrauch an Toner auszuwerten. Auf diese Weise erhöht der M252dw laut Hersteller die Reichweite jeder Kartusche, indem er bestimmte Parameter anpasst.

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