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© SORAPONG CHAIPANYA, 123rf

RebeccaBlackOS mit Wayland statt X11

Radikaler Umbau

Die Ablösung des X11-Windowing-Systems durch Wayland steht für die absehbare Zukunft bevor. Anhand des auf Debian basierenden RebeccaBlackOS lässt sich bestens nachverfolgen, wie weit die Entwicklung mittlerweile fortgeschritten ist.

Bereits seit einigen Jahren befindet sich das Netzwerk-Protokoll Wayland in Entwicklung, das den mittlerweile gut 30 Jahre alten X11-Display-Server ablösen will. Dabei soll Wayland aufgrund eines vereinfachten Aufbaus nicht nur effizienter zu warten und zu pflegen sein als das alte X-Window-System, sondern auch überholte Technologien rigoros über Bord werfen und damit den Fähigkeiten eines modernen Grafikstacks Rechnung tragen.

Für den Anwender soll Wayland nach dem Willen seines Hauptentwicklers Kristian Høgsberg eine im Vergleich zum X11-System deutlich verbesserte Bildqualität liefern: Innovative Rendering-Mechanismen und eine veränderte Zuteilung des Grafikspeichers sollen etwa Bildflackern oder das sogenannte Screen-Tearing bei verschobenen Bildinhalten vermeiden.

Wayland befindet sich derzeit in reger Entwicklung und eignet sich für den produktiven Einsatz noch nicht wirklich. Immerhin gibt es inzwischen verschiedene Anpassungen, die Wayland mit unterschiedlichen Desktop-Umgebungen kooperieren lassen. Mit dem aus den USA stammenden RebeccaBlackOS [1], einem auf dem Testing-Zweig von Debian basierenden Linux-Derivat, verschaffen Sie sich dennoch einen ausführlichen Einblick in die Entwicklung von Wayland.

Auch für Entwickler dürfte diese Distribution interessant sein, da sie mehrere Desktop-Umgebungen mithilfe eines Auswahldialogs startet und so einen Vergleich zwischen den Entwicklungsstadien der verschiedenen Desktop-Projekte ermöglicht.

Einstieg

Sie erhalten das rund 1,4 GByte große ISO-Image für 32- und 64-Bit-Rechner auf der Projektseite [2]. Um das Live-System nach dem Herunterladen auf einem USB-Speicherstick zu installieren,

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