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© Ghenadii Boiko, 123RF

Intels Clear Linux Project für die hauseigenen Prozessoren

Mit Durchblick

Clear Linux präsentiert ein für die Intel Architektur optimiertes Cloud-Betriebssystem, das gleichermaßen als Vorzeigeobjekt wie als innovatives Container-OS dient.

Das Clear Linux Project for Intel Architecture oder kurz Clear Linux [1], reiht sich als einer der neusten Vertreter in die Reihe der Distributionen für Cloud-Computing ein, die in der letzten Zeit vermehrt erscheinen. Zu den bekannteren Vertretern dieser Zunft gehören etwa Ubuntu Snappy, CoreOS [2] oder Red Hat Atomic Host [3]; auf den Rängen tummeln sich unter anderem noch RancherOS [4], das Unikernel-Projekt MirageOS [5] und VMware Photon [6]. Alle diese Distributionen sind vom Umfang her klein und dazu gedacht, Container mit so wenig wie möglich Betriebssystem-Ballast nahe am Kernel laufen zu lassen. Das für Docker optimierte RancherOS schafft das mit gerade einmal 20 MByte Umfang.

Wenn ein Halbleiterhersteller wie Intel ein eigenes Betriebssystem auf den Markt bringt, dann geht es selbstverständlich um mehr als nur um eine weitere Distribution. Bei Clear Linux handelt es sich um ein auf Intels Prozessoren optimiertes Vorzeigeprojekt (Abbildung 1). Nach Angaben des Herstellers setzt es optimalerweise einen Intel-Core-Prozessor der vierten Generation oder einen Intel Xeon E5 v3 voraus. Somit eignen sich alle CPUs seit der "Haswell"-Plattform bestens für Clear Linux. Die Distribution bringt Bestandteile wie OpenStack [7] mit, verzichtet jedoch auf eine GUI und die Fähigkeit zum Drucken.

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