Zweigleisig

Für Bedrock als Grundgerüst gibt es zwei Installationswege, den "Quick Start" und eine "Full Installation". Über beide gelangen Sie ans selbe Ziel, von daher führt die Unterscheidung ein wenig in die Irre. Die zweite Methode bietet Ihnen allerdings wesentlich mehr Einfluss auf die vielen Stellschrauben, an denen man bei Linux drehen kann; andererseits birgt dieser Weg mehr Gefahr, etwas falsch zu machen. Bevor Sie sich bei Bedrock heimisch fühlen, empfiehlt sich daher die erste Methode [7].

Vor dem Start sollten Sie Ihr Wissen über Bedrock und seine spezifischen Konzepte und Begriffserklärungen im Abschnitt Concepts, Theory and Terminology [8] noch etwas erweitern. Bei den Stratum Setup Instructions [9] gibt es Anleitungen für die wichtigsten Distributionsgruppen.

Huckepack

Wie bereits erwähnt installieren Sie Bedrock innerhalb einer anderen Linux-Distribution – deren Wahl steht Ihnen frei. Am besten nutzen Sie dazu ein frisch installiertes System, das Sie auf einer entsprechend großen Partition anlegen. Bedrock selbst braucht nur wenig Platz (Abbildung 3), pro zu installierender Huckepack-Distribution müssen Sie jedoch mit 10 bis 15 GByte Datenvolumen rechnen.

Abbildung 3: Bedrock selbst umfasst nur 70 MByte, dazu kommt jedoch das Host-System und die zusätzlichen Distributionen.

Für die Installation von Bedrock müssen Sie im Host-System eventuell noch fehlende Werkzeuge der Linux-Toolchain nachinstallieren, die Quick-Install-Anleitung geht im Detail darauf ein. Anschließend laden Sie als normaler User den rund 500 KByte großen Bedrock-Code von GitHub, gefolgt vom Befehl make, der daraus einen Bedrock-Tarball von rund 5 MByte erstellt.

Nun gilt es, den Tarball ins Root des Host-Systems zu entpacken. Dazu erlangen Sie mit su oder sudo -s administrative Rechte, wechseln mittels cd / ins Stammverzeichnis und nutzen Tar zum Entpacken. Weitere Kommandos stellen sicher, dass alle Distributionen eine möglichst geeignete Infrastruktur vorfinden. Damit ist die Installation der grundlegenden Bedrock-Distribution, im Jargon der Bedrock-Entwickler Stratum, abgeschlossen. Es handelt sich dabei um die "entführte" Grundinstallation, die nun weitere Distributionen aufnimmt. Dort liegt bereits ein Fallback genanntes Rettungssystem, das Sie automatisch beim Anlegen des Systems erzeugen.

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