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Mit Bedrock Linux mehrere Distributionen nutzen

Fundamental

Bedrock vereint nahezu beliebig viele Distributionen mit unterschiedlichen Architekturen, Paket- und Init-Systemen transparent unter einem Dateisystem.

Wer Arch Linux mit verbundenen Augen installiert, für den könnte Bedrock Linux [1] eine neue Herausforderung darstellen: Der Aufwand lässt sich in etwa mit dem Aufsetzen von Linux from Scratch (LFS) vergleichen. Als Belohnung winkt ein ähnlich hoher Lerneffekt, obendrein bringt Bedrock einen klaren Mehrwert gegenüber den genannten Ansätzen mit: Nach der Installation besitzen Sie quasi ein Host-System mit mehreren virtualisierten Gästen. Nur arbeitet bei Bedrock nichts virtualisiert, alles läuft nativ und transparent. Die Distribution wagt sich somit ambitioniert auf Neuland vor.

Im Klartext bedeutet dies, dass Bedrock eine Struktur bietet, in die sich fast beliebig viele unterschiedliche Distributionen und deren jeweilige Anwendungen installieren lassen. Damit vereint Bedrock, basierend auf einem relativ kleinen, statisch gelinkten Betriebssystem-Kern, die Vorteile der jeweils installierten Distributionen in einem System. So lässt sich beispielsweise die aktuelle Version von Firefox aus Fedora installieren und zusätzlich eine mit Gentoo ohne D-Bus-Unterstützung kompilierte Version des Browsers einspielen und gleichzeitig aufrufen.

Auch die verschiedenen Paketmanagement-Werkzeuge der einzelnen Distributionen wie Apt, Yum oder Pacman stehen in Bedrock zur Verfügung. Zudem können Sie auf 64-Bit-Hardware 32- und 64-Bit-Systeme in einer Partition installieren. Ebenso arbeiten verschiedene Init-Systeme wie SysVinit, Upstart, Runit oder Systemd friedlich nebeneinander. Alle installierten Anwendungen, egal, woher sie kommen, nehmen an, in Ihrem nativen Betriebssystem zu agieren. Praktischerweise bindet Bedrock dabei das Heimatverzeichnis in alle installierten Distributionen ein, sodass Sie jederzeit mit identischen Daten arbeiten.

Dokumentation

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