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© Scott Betts, 123RF

Profi-DTP mit VivaDesigner für Linux

Aufholjagd

Die DTP-Software VivaDesigner positioniert sich als Alternative zu QuarkXPress und Adobe InDesign. Unter Linux ist sie bislang die einzige Layout-Software mit einem ähnlichen Anspruch.

Das DTP-Programm VivaDesigner besitzt eine recht lange Geschichte: Bereits 1990 begann die Arbeit an der Software, die damals noch VivaPress hieß. Das Programm war als Gegengewicht zu QuarkXPress konzipiert, zunächst ausschließlich unter Mac OS X. Da es keinen großen Marktanteil gewann, stellte das Unternehmen die Entwicklung bald ein.

Ab 2004 tauchte die Software unter dem aktuellen Namen VivaDesigner wieder auf – diesmal nicht nur für Mac OS X, sondern auch für Windows und Linux. Trotz des eher geringen Marktanteils geht die Arbeit an der Software stetig weiter, demnächst erscheint VivaDesigner in der neunten Auflage. Die Entwickler haben einiges an Neuerungen eingeführt, sodass wir bei dieser Gelegenheit einmal wieder einen Blick auf die Software werfen.

Aktivierung

Auf der Website des Programms unter http://www.vivadesigner.de finden Sie verschiedene Pakete zur Installation, zum einen die Archive für Windows und Mac OS X, aber auch Varianten für Debian oder Red Hat beziehungsweise als gepacktes generisches Archiv. In der Version 9 übrigens stehen nur noch 64-Bit-Versionen bereit (siehe Kasten "Versionen").

Versionen

Das DTP-Programm VivaDesigner gibt es sowohl als Free-Edition mit eingeschränktem Funktionsumfang, als auch als kommerzielle Version. Zum rein privaten Einsatz erhalten Sie Lizenzen ab 108 Euro; falls Sie einen kommerzielle Einsatz planen, zahlen Sie für die Software ab 399 Euro. Zu Redaktionsschluss Mitte Februar war noch Version 8 aktuell, die hier getestete Version 9 stand allerdings bereits als Beta im öffentlichen Test. Bei Erscheinen dieses Artikels Mitte März liegt vermutlich die Final vor.

Wenn Sie die heruntergeladene Zip-Datei entpacken, finden Sie darin eine ausführliche Anleitung zur Installation für alle Varianten. Es besteht die Möglichkeit, die Software unter Linux wie gewohnt mithilfe der Paketverwaltung zu installieren.

Installieren Sie eine Demo oder die Free-Version, brauchen Sie nach der Installation nichts weiter zu unternehmen. Haben Sie eine kommerzielle Lizenz erworben oder müssen Sie eine Software nachinstallieren, dann benötigen Sie eine Lizenzdatei mit der Endung .vlk. Über den Befehl Hilfe | Lizenzschlüssel aktualisieren aktivieren Sie eine kommerzielle Lizenz.

Systemanforderungen

Die Anforderungen bezüglich der Hardware fallen eher gering aus: Der Prozessor sollte ein Intel Pentium 4, AMD Athlon 64 oder neuer sein. Das angegebene Minimum von 500 MByte freiem Festplattenspeicher und die Auflösung von 1024 mal 768 Punkten scheinen allein für ernsthaftes Arbeiten schon etwas zu gering dimensioniert. Dazu kommt noch 1 GByte freier Arbeitsspeicher – es empfiehlt sich, mindestens 1,5 GByte bereitzustellen. Insgesamt eignet sich VivaDesigner also durchaus zum Einsatz auch auf etwas betagteren Rechnern.

Nicht ganz so gering fallen dagegen die Anforderungen an das Betriebssystem aus: Eine Distribution von 2015 oder neuer brauchen Sie auf jeden Fall. Der Hersteller hat einige Versionen getestet, die Anleitung ist in diesem Punkt jedoch noch nicht auf dem neuesten Stand. Sie listet Debian (32 Bit), Linux Mint 201303 (32 Bit), Linux Mint 16 (32 Bit), Linux Mint 15 (64 Bit), OpenSuse 12.2 und 13.1 (32 Bit) sowie Fedora 19 auf. Die Installation setzt auf 64-Bit-Systemen setzt unter Umständen das Nachziehen der 32-Bit-Bibliotheken voraus.

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