Arbeiten mit Ton

In Bezug auf Audiodateien verhält sich die Software ähnlich wie bei den Video-Pendants: Ein Audio-Clip enthält Tonspuren mit einem schwarzen Hintergrundvideo, dessen Videospur grundsätzlich deaktiviert ist. Sie dürfen darüber hinaus von Videos nur den Audio-Part verwenden, in dem Sie die Videospur deaktivieren.

Öffnen Sie dazu einen Clip im Medien-Manager per Doppelklick. Am rechten, unteren Rand des Editors finden Sie die Spuranzeige mit den Markierungen V1, A1 und A2. Nun wählen Sie bei der Videospur den In- und Out-Punkt des Audioclips. Diese Auswahl ersetzen Sie durch eine vorhandene Audiospur oder fügen die Auswahl ein, wie bei den Videos beschrieben (Abbildung 7).

Abbildung 7: Der Audio-Mixer ermöglicht einen schnellen Mixdown, aber auch komplexere Situationen lassen sich leicht abmischen.

Für Audiodateien finden Sie noch einen kleinen integrierten Mixer, mit dem Sie den Sound des Films bei Bedarf justieren. Rufen Sie dazu das Einstellungsmenü auf, wahlweise über die Schaltfläche mit dem Zahnradsymbol in einem der Fenster oder über das Kontextmenü. Dort verwenden Sie den Eintrag Audio Mixer Panel.

Über die Schalter legen Sie die Eingangskanäle auf Mixkanäle, die Sie wiederum dem rechten oder linken Ausgang zuordnen und dabei an sämtlichen Stellen die entsprechende Lautstärke regeln. Auf diese Weise stimmen Sie unter anderem Hintergrundmusik und Originalton aus einem Video aufeinander ab.

Export

Beim Export zeigt sich die größte Einschränkung der Free-Version. Sie rufen den Dialog Export über die Werkzeugleiste auf (Abbildung 8). Unter Format stehen lediglich zwei Varianten zur Auswahl: das Lightworks archive, um Projekte zum späteren Weiterverarbeiten zu speichern, und YouTube, die Bezeichnung von Lightworks für MP4/H.264 Dateien. Diese beschränken sich wiederum auf das Format 720p. Erst die Pro-Version ermöglicht den Export in weitere, teils professionelle Formate.

Abbildung 8: Die freie Version von Lightworks bietet nur ein einziges Dateiformat für den Video-Export. Benötigen Sie professionelle Formate, müssen Sie zur kostenpflichtigen Pro-Version greifen.

Wählen Sie also zum Export das Format YouTube aus. Legen Sie die Frame-Rate und die Auflösung fest. Unter Destination bestimmen Sie einen Speicherort auf der Festplatte und legen den Namen für die Datei fest. Mit Start setzen Sie den Export in Gang; alternativ laden Sie das Video direkt zur gleichnamigen Videoplattform hoch.

Dazu geben Sie lediglich den Benutzernamen und das zugehörige Passwort ein. Erfahrungsgemäß kommt es beim direkten Upload jedoch gelegentlich zu Abbrüchen. Das liegt nicht an Lightworks, sondern an der Schnittstelle der Webseite. Ein Export auf Festplatte mit anschließendem Upload per Browser erweist sich daher oft als der einfachere Weg.

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