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© Aleksangel, 123RF

Mit Lightworks Videos unkompliziert schneiden und mit Effekten versehen

Schneller Schnitt

Das kostenlose Schnittprogramm Lightworks Free macht den Videoschnitt bei kleinen Projekten einfach. Wer mehr braucht, greift zur Pro-Version.

Die Videoschnittsoftware Lightworks [1] organisiert Dateien in sogenannten Projekten. Um später problemlos auf Video-, Audio- und Bilddateien zuzugreifen, empfiehlt es sich, ein entsprechendes Verzeichnis auf Dateisystemebene anzulegen. Dorthin kopieren Sie das Material, das Sie später verwenden wollen. Über den Import-Dialog greifen Sie schnell und problemlos darauf zu.

Beim Format der Dateien brauchen Sie sich keine allzu großen Gedanken zu machen – Lightworks unterstützt eine große Bandbreite an Formaten aus dem Profi- und Consumer-Bereich [2]. Allerdings kommt es auf die Version der Software an, wenn es um das Format der Ausgabe geht (siehe Kasten "Versionen").

Versionen

Lightworks gibt es in zwei Versionen: Free und Pro. Bei der Pro-Version dürfen Sie zwischen Abo und Kauf wählen. Der Preis für das Abo beträgt 24 Euro pro Monat oder rund 160  Euro pro Jahr. Der Kauf einer Lizenz schlägt einmalig mit etwa 400 Euro zu Buche.

Free- und Pro-Version unterscheiden sich vor allem bei den Export-Optionen. Die Free-Variante erzeugt nur MP4/H.264-Videos mit einer Auflösung von 720p. Die Pro-Version unterstützt weitere Video-Formate, diverse Formate zum Austausch mit Schnittsystemen und Kameras sowie den direkten Blu-ray- und DVD-Export. Außerdem bietet die Lightworks Pro einige spezielle Optionen für das Bearbeiten.

Medien importieren

In Lightworks gibt es verschiedene Ordnungsebenen, die oberste wird als Projekt bezeichnet (Abbildung 1). Direkt nach dem Start erscheint der Dialog, der Ihnen vorhandene Projekte zur Auswahl anbietet oder Sie auffordert, ein neues zu erstellen. Als Parameter geben Sie dort nur einen Namen an, gegebenenfalls ergänzt durch eine spezielle Frame-Rate – voreingestellt ist hier immer Auto.

Abbildung 1: Lightworks organisiert die Arbeit in Projekten, wobei Sie an mehreren gleichzeitig arbeiten können. Die Applikation merkt sich alle Medien, Einstellungen und die Anordnung der Fenster.

Die Oberfläche erscheint zunächst einmal sehr übersichtlich. Lediglich ein kleines Feld mit wenigen Icons befindet sich am linken Rand (Abbildung 2). Hier führt Sie das zweite Symbol von oben zur Import-Funktion. Dort finden Sie oben den Eintrag Places, der einige Standardverzeichnisse auflistet, sowie lokale und Wechselmedien.

Abbildung 2: Lightworks kommt zunächst mit einem minimalen Satz an Befehlen aus. Alle anderen Optionen erreichen Sie durch Tastenkürzel, die Einstellungen in den einzelnen Fenstern oder per Kontextmenü.

Am unteren Ende des Fensters sehen Sie den Eintrag Create Link. Hier stellen Sie ein, ob die Software die gewählten Dateien in ein lokales Verzeichnis kopiert oder an ihrem Speicherplatz belässt.

Wählen Sie nun eine Datei aus und importieren Sie diese. Das Programm zeigt danach die Übersicht über die Medien an, den Content Manager. Er führt sowohl sämtliche Medien auf, als auch Ausschnitte der Medien, die Sie im Projekt verwenden. Ein Doppelklick auf einen Eintrag öffnet eine Vorschau, die bereits die Möglichkeit bietet, den gewünschten Ausschnitt festzulegen.

Eine Szene erstellen

Über die Werkzeugleiste am Bildschirmrand öffnen Sie nun einen ersten Edit. Dabei handelt es sich um den Bereich, den Sie zum Arrangieren und Schneiden der Medien, Effekte und Titel verwenden. Per Drag & Drop ziehen Sie nun die erste Datei aus dem Content Manager in den Editor.

Dort erscheinen nun die einzelnen Spuren – in der Regel also eine Video- und zwei Audio-Spuren (die Audio-Spuren in Wellenform-Darstellung). In einer etwas kleineren Vorschau sehen Sie das Video und einige Werkzeuge.

Einfache Schnitte erledigen Sie hier bereits recht schnell: Wollen Sie am Anfang und am Ende eines Clips etwas löschen, bringen Sie den Cursor zunächst an den Anfang. In der Vorschau beziehungsweise im Editor setzen Sie eine Start- oder In-Marke. Bringen Sie den Cursor nun an die Stelle, ab der Sie den Clip behalten wollen. Dort definieren Sie eine Out-Marke (Abbildung 3).

Abbildung 3: Im Editor wählen Sie den Bereich eines Clips aus, den Sie verwenden möchten. Dabei dürfen Sie mehrere Sektionen aus einer Datei auswählen.

Im Editorfenster finden Sie nun zwei Funktionen zum Löschen: Entweder entfernen Sie den markierten Bereich und ersetzen ihn durch "Schwarz" oder Sie löschen ihn und überlassen es dem Programm, die Lücke zu schließen. In vielen Fällen erweist sich Letzteres als die einfachere Variante. Umgekehrt fügen Sie so neue Clips ein, mit der Maßgabe, die anderen Bestandteile zu verrücken.

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