Online-Partie

PyChess eignet sich nicht nur für den lokalen Einsatz, sondern auch für Online-Partien. Dazu melden Sie sich beim freien Internet-Schach-Server FICS [7] an, indem Sie beim Start von PyChess ein Häkchen vor die Option Als Gast anmelden setzen und anschließend auf Verbinde mit FICS klicken. PyChess verbindet sich daraufhin automatisch mit dem FICS-Server und zeigt in einem übersichtlichen Fenster Anwender, die einen Schachgegner suchen (Abbildung 5). Da sich der FICS-Server generell kostenfrei nutzen lässt, registrierte Anwender ein Rating erhalten und zudem an Online-Turnieren teilnehmen dürfen, empfiehlt sich eine Registrierung über die Webseite.

Abbildung 5: Der FICS-Server ermöglicht Online-Partien.

Gefällt Ihnen ein Eintrag aus der Liste der Suchanfragen als Gegner, dann nehmen Sie die Partie gegen diesen auf, indem Sie zunächst den entsprechenden Eintrag in der Liste durch einen einfachen Linksklick mit der Maus markieren und anschließend auf den Button Annehmen oben rechts im Fenster klicken. PyChess holt nun das Schachbrett in den Vordergrund, auf dem Sie die Partie dann wie im rein lokalen Modus spielen. Das Programm protokolliert die Partie, sodass sich diese wie gewohnt abspeichern und analysieren lässt.

Beachten Sie, dass die Liste der Suchanfragen sowohl menschliche Spieler als auch Bots enthält. Computergegner hebt das Programm mit einem symbolisierten Bildschirm links neben dem Namen hervor. Damit Sie sich mit einem menschlichen Gegner während des Spiels verständigen können, bringt PyChess im Bereich Werkzeuge des FICS-Auswahlfensters mit der Schaltfläche Zeige Gespräch eine einfache Chat-Funktion mit, die jedoch bei einigen Konversationsgruppen nur für registrierte Nutzer zur Verfügung steht (Abbildung 6).

Abbildung 6: Schwätzchen gefällig? Mit PyChess kein Problem.

Möchten Sie selbst im Suchfenster als Schachpartner erscheinen, so definieren Sie einfach eine eigene Suchanfrage. Dazu geben Sie im Bereich Suchanfrage erstellen zunächst an, was für eine Art von Schachpartie Sie wünschen. Zur Wahl stehen Partien nach den Standard-, Blitz- oder Bullet-Regeln. Weitere Details zur Partie bestimmen Sie über die kleine Editier-Schaltfläche hinter der gewählten Option. Dort geben Sie beispielsweise die Zeitkontrolle, die Gegnerstärke oder auch die gewünschte Farbe vor. Danach klicken Sie unten rechts im Fenster auf die Schaltfläche OK und stellen mit Suchanfrage senden das Partnersuchangebot in den virtuellen Zettelkasten ein (Abbildung 7).

Abbildung 7: Hier werden Sie mit Sicherheit gefunden: Auswahl des passenden Gegners.

Fazit

PyChess gehört zu den flexibelsten Schach-Clients unter Linux und steht der kommerziellen Konkurrenz kaum noch nach. Die Software glänzt weniger durch optische Gimmicks als vielmehr durch ein klares Konzept und eine außergewöhnliche Funktionsvielfalt, die unter Linux ihresgleichen sucht. Das Programm lässt sich dank der durchdachten Oberfläche intuitiv und ohne aufwendiges Einarbeiten bedienen und bietet aufgrund ausgezeichneter Kompatibilität zu den gängigen Schach-Engines sehr flexible Einsatzmöglichkeiten.

Dank der Möglichkeit der freien Stellungseingabe und der Unterstützung des weit verbreiteten PGN-Formates lässt sich die Software nicht nur zum Spielen von Schachpartien verwenden, sondern auch zu deren Analyse und für Schachaufgaben. Zu guter Letzt eignet sich der Schach-Client ausgezeichnet für Online-Partien über den FICS-Server und erspart Ihnen somit das Einrichten einer speziellen Online-Software. 

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Kommentare
Partien werden nicht geladen
Tom (unangemeldet), Mittwoch, 10. August 2016 19:22:45
Ein/Ausklappen

Seit meinem Ubuntu-Update können Partien nicht mehr geladen werden. Kennt jemand eine Lösung ?



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