Konfiguration

Trotz des spartanisch wirkenden Funktionsumfangs bietet i3 umfassende Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration, wobei er alle Einstellungen in einer textbasierten und damit einfach zu editierenden Datei vorhält [6]. Die Bandbreite der Optionen geht dabei über die entsprechenden Optionen vergleichbarer Window-Manager deutlich hinaus. So können Sie beispielsweise bei i3 bestimmen, wie Sie geöffnete Fenster auf dem Arbeitsbereich anordnen. Dazu definieren Sie innerhalb eines einzigen Arbeitsbereichs auch verschiedene Fenster-Layouts, wobei sich die einzelnen Fenster zudem in Tab-Strukturen anordnen lassen.

Die Konfigurationsdaten für den Fenstermanager finden Sie im Verzeichnis ~/.i3. Dort liegt lediglich die Datei config, die Sie im laufenden System mit einem beliebigen Texteditor öffnen. Die Einstelloptionen befinden sich jeweils in einer eigenen Zeile, wobei eine vorangestellte Kommentarzeile jede Option erläutert. Hier finden Sie auch alle vordefinierten Tastenkombinationen zum Bedienen des Desktops und können diese nach Ihren eigenen Vorstellungen anpassen.

Modding

Das betrifft auch die zum Einleiten aller Tastenkombinationen genutzte Mod-Taste. In der Voreinstellung dient dazu Mod4, gemeinhin auch als Windows-Taste bezeichnet. Sie lässt sich im Bedarfsfall beispielsweise durch Mod1 ersetzen, das die auch auf sehr betagten Tastaturen stets vorhandene [Alt]-Taste meint. Durch Anpassen der entsprechenden Deklaration müssen Sie dabei nicht die zahlreichen Keybindings alle einzeln ändern, sondern nur einmal die Variable $mod setzen. Aufgrund der Vielzahl der Tastenkombinationen empfiehlt es sich auf jeden Fall, zunächst die wichtigsten Keybindings zu notieren, um die flüssige Bedienung des Desktops so schneller zu erlernen.

Die Konfigurationsdatei erlaubt darüber hinaus auch die Definition von Bildschirm-Fonts und das Verändern des generellen Erscheinungsbilds der einzelnen Fenster auf dem Arbeitsbereich. Besonders interessant ist jedoch die Möglichkeit, mithilfe der Konfigurationsdatei eigene Tastenkombinationen an verschiedene Aktionen auf dem Bildschirm zu knüpfen.

So hinterlegen Sie etwa Shortcuts für häufig genutzte Applikationsprogramme in der Datei und rufen diese dann später – nach einem erneuten Einlesen der Konfigurationsdatei mit [Mod]+[R] oder einem Neustart des Computers – ohne Umwege über ein Terminal oder das Dmenu auf. Auch spezielle Hardware-Funktionen wie beispielsweise die Helligkeitseinstellung des Displays bei Notebooks lassen sich auf diese Weise einbinden.

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