Handling

Nur mit der Maus lässt sich die i3-Umgebung nicht bedienen (wohl aber ausschließlich per Tastatur). So löst auf dem Desktop weder ein Links- noch ein Rechtsklick irgendeine Aktion aus. Auch die Panelleiste verfügt über keine herkömmlichen aktivierbaren Applikationen und Menüknöpfe. Lediglich im rechten Bereich finden sich Statusanzeigen im System-Tray, die beim Anklicken teilweise in ein Menü verzweigen.

Um zunächst die Systemeinstellungen zu konfigurieren, drücken Sie die Tasten [Mod]+[Strg]+[B], woraufhin sich sofort das textbasierte Konfigurationsmenü öffnet. Diese als Bmenu bezeichnete, optisch anspruchslose Tabelle mit Einstelloptionen erscheint transparent auf dem Desktop. Sie bedienen das Menü komplett mit der Tastatur. Von hier aus aktualisieren Sie das System, installieren neue Software, passen Druckereinstellungen an, konfigurieren Audio-, Zeit-, Display- und andere Hardware-Optionen und können auch den Taskmanager Htop aktivieren. Über [**0**] oder [Esc] schalten Sie gegebenenfalls eine Menüebene zurück.

Die Applikationen arbeiten komplett textbasiert, was sich auch im äußerst geringen Speicherbedarf des Systems niederschlägt: So beansprucht es auch bei mehreren geöffneten Fenstern selten mehr als 180 MByte Arbeitsspeicher (Abbildung 3). Zum Installieren neuer Software stehen die gängigen Manjaro-Repositories zur Verfügung. Daraus installieren Sie mithilfe des textbasierten Paketmanagers Pacli bei Bedarf auch grafisch anspruchsvolle Software mit GTK+- beziehungsweise Qt-Unterbau. Pacli löst die Abhängigkeiten automatisch auf und installiert alle notwendigen Pakete selbstständig.

Abbildung 3: Die Paketliste wird von Pacli im Textmodus angezeigt.

Um Zugriff auf den kompletten Softwarefundus zu erhalten, geben Sie in Pacli am Prompt 22 ein und suchen anschließend nach dem Namen der gewünschten Applikation. Aus der Liste der daraufhin angezeigten Programme wählen Sie das gewünschte, indem Sie die dazu aufgeführte Nummer eintippen. Nach einer abschließenden Sicherheitsabfrage installiert Pacli die Software.

Die danach lauffähige grafische Applikation rufen Sie entweder im Terminal auf oder aber über das Dmenu, das Sie mit der Tastenkombination [Mod]+[D] öffnen. Das am oberen Bildschirmrand horizontal angeordnete Menü erlaubt nun die Befehlseingabe und öffnet anschließend die Applikation in einer zweigeteilten Arbeitsoberfläche. Innerhalb der grafischen Programme navigieren Sie dabei wie gewohnt mithilfe der Maus.

Flächennutzung

Der Fenstermanager i3 gestattet das Öffnen von bis zu acht Arbeitsflächen, deren Symbole er unten im Bildschirm in der Panelleiste links anordnet. Um eine neue Arbeitsfläche zu öffnen, drücken Sie [Mod]+[1..8]. Dabei fällt auf, dass sich der Arbeitsspeicherbedarf selbst bei mehreren geöffneten Arbeitsflächen nur geringfügig erhöht (Abbildung 4).

Abbildung 4: Fenster können grafische oder Textelemente enthalten und verwenden vorhandene Ressourcen sehr sparsam.

Ein schnelles Hin- und Herschalten zwischen den einzelnen Arbeitsflächen ermöglicht die Kombination von [Mod]+[Strg] mit den Pfeiltasten nach links und rechts. Beim Verlassen einer nicht genutzten Arbeitsfläche entfernt i3 diese eigenständig, sodass sich die Zahl der aktiven Flächen ohne Ihr direktes Zutun verändern kann.

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