Animierte Titel

Schriften und Zwischentitel fügen Sie über das Menü Titel | Neuer Titel ... und Neue Titelanimation ... in das Video ein. Die erste Option erzeugt mithilfe vorgegebener Layouts im SVG-Format statische Titelgrafiken. Tippen Sie im Titel-Assistenten auf Erweiterte Bearbeitung, so übergibt OpenShot das Bild dem vektorbasierten Zeichenprogramm Inkscape [9], das Ihnen beim Gestalten des Titels alle Freiheiten lässt. Für Titelanimation greift OpenShot zudem auf die freie 3D-Grafiksoftware Blender zurück – mit der neuen Version klappt die Anbindung nun auch wieder. Dabei müssen Sie sich nicht in das Programm einarbeiten_ OpenShot übergibt Blender vorgefertigte Projekte, die Sie nur noch mit Ihren Texten und Einstellungen anpassen müssen (Abbildung 7).

Abbildung 7: Das Rendern von Titel-Animationen in Kombination mit der 3D-Grafiksoftware Blender funktioniert mit OpenShot 2.0 wieder.

Insgesamt zeigt die Beta-Version von OpenShot 2.0 in der Praxis jedoch noch zahlreiche raue Kanten, daher fällt ein echter Härtetest momentan schwer. Zudem stürzt das Programm bei einigen Aktionen reproduzierbar ab. Im Test gelang es daher noch nicht, mit OpenShot 2.0 ein Videoprojekt zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Die Ansätze zeigen jedoch, dass die über eine Fundraiser-Kampagne bei Kickstarter [10] eingesammelten Mittel von knapp über 45 000 US-Dollar nicht vergebens waren, auch wenn der Weg zu OpenShot 2.0 über drei Jahre in Anspruch nahm.

Fazit

Der Blick auf die aktuellen und zukünftigen Versionen der zwei Vorzeigeprodukte in Sachen Videoschnitt unter Linux zeigt ein noch etwas durchwachsenes Bild. Ideal wäre es, ließen sich die Stabilität von OpenShot 1.4.3, die flexible Oberfläche von PiTiVi 0.95 und die Blender-Integration aus OpenShot 2.0 Beta kombinieren: Dann sähe die Situation rund um einfache Videoschnittanwendungen für Linux schon jetzt sehr rosig aus. Aktuell müssen sowohl PiTiVi als auch OpenShot aber noch etwas reifen. 

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