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Markdown-Editor CuteMarkEd 0.11.2, Konsolen-Bildbetrachter Fim 0.5, Suchwerkzeug Pdfgrep 1.4.1, CSV-Datei-Viewer Tabview 1.4.2.

Seitenbauer

Mit dem Markdown-Editor CuteMarkEd 0.11.2 erzeugen Sie schnell einfache statische Webseiten oder PDFs, eine HTML-Vorschau hilft bei der Ergebniskontrolle.

Die Satzsprache Markdown erleichtert mit ihrer einfachen, textbasierten Syntax das Erzeugen von HTML-Dateien. Der Qt-basierte Editor CuteMarkEd bietet dazu eine zweigeteilte Ansicht: Links geben Sie den Inhalt als einfachen Text ein, rechts erscheint das Ergebnis als HTML-Vorschau. Mit [F5] wechseln Sie jederzeit zwischen Vorschau- und Quelltext-Anzeige. Im Ausklappmenü Bearbeiten bietet CuteMarkEd neben einfachen Editorfunktionen wie Ausschneiden, Kopieren oder Löschen auch Formatierungshilfen wie Fett- und Kursivschrift oder das Einfügen von Bildern und Tabellen. Beim Umsetzen Letzterer schwächelt CuteMarkEd jedoch und setzt nur mangelhaft in HTML-Code um, was als Text noch übersichtlich aussieht. Als Workaround füttern Sie die Texteingabe direkt mit HTML-Tags, die CuteMarkEd dann unverändert aufnimmt. Im Menü Extras aktivieren Sie weitere Markdown-Eigenschaften wie die Anzeige mathematischer Inhalte oder das Hervorheben von Code-Auszügen auf einer Webseite. Auch eine Rechtschreibprüfung unterstützt das Tool. Die Aufteilung des Fensters zwischen Text- und HTML-Ansicht legen Sie im Menü Ansicht fest, wo Sie gegebenenfalls auch einen Dateimanager und ein Inhaltsverzeichnis zuschalten. Zum Darstellen der HTML-Vorschau benötigt CuteMarkEd einen Internetzugang, für den sich in der Konfiguration auch ein Proxy-Server angeben lässt. Die Arbeitsergebnisse speichert das Tool in seinem eigenen Format und exportiert sie nach HTML oder PDF.

CuteMarkEd 0.11.2

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://cloose.github.io/CuteMarkEd/index.html

Galerist

Der Bildbetrachter Fim 0.5rc bietet bei minimalem Ressourcenbedarf einen großen Funktionsumfang und lässt sich dank Framebuffer-Support auch auf der Konsole nutzen.

Aus der Masse der Viewer-Konkurrenz sticht Fim durch seinen geringen Ressourcenbedarf sowie die Unterstützung zahlreicher Ausgabegeräte hervor. Es stellt Bilder nicht nur in einer X-Umgebung unter Zuhilfenahme der SDL- oder Imlib2-Bibliotheken einwandfrei dar, sondern lässt sich auch in einer TTY-Konsole einsetzen. Dazu greift es dann auf das Framebuffer-Device für die jeweilige Grafikkarte zurück. Standardmäßig zeigt Fim alle Bilder in voller Größe. Menüs und Schalter bietet es nicht, lediglich eine Statuszeile unten im Fenster zeigt den Dateinamen, das Bildformat und die Dateigröße. Über die Tastenkombination [Strg]+[H] erreichen Sie die Online-Hilfe mit einer etwas unübersichtlichen Liste von Befehlen und Funktionen, die Fim unterstützt. Mit [Tab] wechseln Sie zwischen Bild- und Hilfe-Ansicht. Um ein Verzeichnis voller Bilder zu sichten, übergeben Sie dem Viewer beim Aufruf den Ordnernamen und blättern dann mit [N] und [P] durch die Dateien. Den angezeigten Bildausschnitt verschieben Sie bei Bedarf mit [H],[L],[K] und [J]; die Zoom-Funktion verbirgt sich hinter [X] und [-]. Wie Vi bietet Fim einen Befehlsmodus, den Sie durch Eingabe des Doppelpunkts aktivieren. Über zahlreiche Kommandos skalieren Sie hier Bilder oder setzen Systembefehle ab. Beispiele dazu finden Sie in der Manpage und in Tutorials auf der Fim-Webseite. Über Kommandozeilenparameter wie --autozoom oder --resolution nehmen Sie gegebenenfalls Einfluss auf die Bilddarstellung – ideal für die Interaktion mit eigenen Skripten.

Fim 0.5rc

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.nongnu.org/fbi-improved/

Spürhund

Mithilfe von Pdfgrep 1.4.1 spüren Sie in PDF-Dokumenten Textmuster auf, wobei die Ähnlichkeit zum populären Grep die Einstiegsphase verkürzt.

Das an Grep angelehnte Pdfgrep durchstöbert PDF-Dokumente nach Suchbegriffen, wozu es auf die Poppler-Bibliotheken zurückgreift. Um einen Überblick über den Funktionsumfang des Tools zu erhalten, rufen Sie es ohne Parameter auf und erhalten dann eine kurze Liste aller Optionen. Detaillierte Beschreibungen und Anwendungsbeispiele finden Sie in der zugehörigen Manpage. So deaktiviert die Option -i die Prüfung der Schreibweise. -H gibt auch die Namen der Dateien mit Treffern aus – sehr hilfreich, wenn Sie mit -r Verzeichnisstrukturen rekursiv durchsuchen. Benötigen Sie auch die Seitennummer der Fundstelle, geben Sie Pdfgrep -n als Parameter mit. Bei manchen Suchmustern interessiert der Textzusammenhang des Treffers. Dann weisen Sie das Tool mit -C an, eine bestimmte Zeichenanzahl rund um den Treffer mit auszugeben. Komplexere Suchmuster realisieren Sie über reguläre Ausdrücke, wobei -P Pdfgrep anweist, das Muster als Perl-kompatiblen Regex zu interpretieren. Für geschützte PDF-Dateien übergeben Sie mit --password das Passwort. Zur besseren Übersicht hebt Pdfgrep bei der Ausgabe Suchbegriff und Dateinamen farblich hervor; die entsprechende Farbgebung beeinflussen Sie mit der Umgebungsvariable GREP_COLORS.

Pdfgrep 1.4.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: https://pdfgrep.org

Tabellenbauer

Für einen schnellen Blick in eine CSV-Datei greifen Sie am besten zu Tabview 1.4.2. Das Terminal-Tool eignet sich auch für den Einsatz via SSH.

Das CSV-Format dient nach wie vor häufig zum Austausch von Tabelleninhalten zwischen Anwendungen. Die Daten liegen dann als reiner Text vor, wobei ein Semikolon oder Komma jede Zelle abgrenzt. Das Python-Tool Tabview erlaubt hier einen schnellen Überblick, indem es den Inhalt in einem Konsolenfenster als übersichtliche Tabelle darstellt. Bei größeren Tabellen führt das Tool die Ausgabe über den rechten Fensterrand hinaus fort. Die Navigation erfolgt mit den aus Vim bekannten Tastenkürzeln. So springen Sie mit [G] und [Umschalt]+[G] an den Anfang respektive das Ende der Ausgabe oder platzieren mit [**2**],[**0**],[G] den Cursor in Zeile 20 des Dokuments. Eine Übersicht aller Tastenkombinationen fördern Sie mit [?] oder [F1] zutage. Als reiner Viewer bietet Tabview keine Bearbeitungsfunktionen. Bei der Anzeige stellt das Tool jedes Feld standardmäßig mit einer Breite von 20 Zeichen dar. Markieren Sie das Feld mit dem Cursor und drücken die Eingabetaste, stellt Tabview den vollständigen Inhalt der Zelle in einem separaten Fenster dar. Wünschen Sie generell eine andere Spaltenbreite, geben Sie diese beim Programmstart über den Parameter -w an oder passen den Wert im laufenden Betrieb mit [<] und [>] an. Den Cursor platziert Tabview nach dem Aufruf in der oberen linken Ecke. Über -s legen Sie beim Aufruf eine andere Cursor-Position fest, über -d ein anderes Trennsymbol als das CSV-typische Semikolon.

Tabview 1.4.2

Lizenz: MIT

Quelle: https://pypi.python.org/pypi/tabview/

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