Rollend

Die derzeit erhältliche Version PCLinuxOS 12.2014 mutet auf den ersten Blick veraltet an. Tatsächlich spielt der Installationsassistent mit Kernel 3.18.1 und KDE SC 4.14.3 nicht mehr ganz taufrische Software ein. Da PCLinuxOS jedoch bereits seit Jahren nach dem Rolling-Release-Prinzip funktioniert, bringen Sie das System nach dem Einrichten schnell auf einen aktuellen Stand. Die klassischen Update-Zyklen herkömmlicher Distributionen wie Ubuntu, Debian oder OpenSuse gibt es bei PCLinuxOS nicht.

Das Betriebssystem nutzt zur Paketverwaltung Apt-RPM mitsamt des grafischen Aufsatzes Synaptic aus dem Menü Software Center. Mit nur drei Mausklicks bringen Sie die Software auf den aktuellen Stand: Um die Paketquellen neu einzulesen, klicken Sie zunächst auf die Schaltfläche Reload oben links im Synaptic-Fenster. Nun markieren Sie mit einem Klick auf Mark All Upgrades sämtliche aktualisierbaren Pakete. Zu guter Letzt starten Sie das Upgrade mit einem Klick auf Apply (Abbildung 3). Dabei ergänzt das System automatisch die Kernel-Firmware-Dateien, die es für den Betrieb mancher proprietärer Hardware-Komponenten benötigt.

Abbildung 3: Mit drei Mausklicks bringen Sie Ihr System auf den aktuellen Stand.

Man spricht Deutsch

Jenseits der USA führte PCLinuxOS nicht zuletzt aufgrund fehlender Sprachunterstützung viele Jahre lang ein Mauerblümchen-Dasein. Inzwischen gibt es an der Lokalisierung jedoch nichts mehr auszusetzen. Um die deutsche Übersetzung einzustellen, installieren Sie in PCLinuxOS MiniMe über Synaptic zunächst das Paket addlocale. Anschließend klicken Sie im Startmenü auf die Gruppe Software Center und aktivieren hier mit Root-Rechten den Localization Manager. Aus der nach einem Hinweis angezeigten Liste mit Ländern wählen Sie dann die zu installierenden Ländereinstellungen aus (Abbildung 4).

Abbildung 4: Mit wenigen Klicks installieren Sie zusätzliche Sprachpakete.

Daraufhin lädt die Routine die benötigten Sprachdateien herunter und installiert diese. Im nächsten Schritt fragt der Assistent die dazugehörige Tastaturbelegung ab, wobei hier auch alternative Belegungen zur Wahl stehen. Im letzten Schritt fragt der Assistent noch die Zeitzone ab und führt anschließend einen Warmstart durch. Nach einer Abfrage zur Anpassung der Ordnernamen arbeitet das System komplett in der gewählten Sprache.

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