Aufgepeppt

Damit die Diaschau nicht zum hochauflösenden Stummfilm verkommt, fügen Sie beim Rendern eine Audio-Datei hinzu, deren Länge die Abspieldauer des resultierenden Videos bestimmt. Durch Variation der Bildanzahl beeinflussen Sie die Anzeigedauer der einzelnen Fotos, ohne direkt in die Überblendparameter eingreifen zu müssen.

Das direkte Aufsprechen eines Kommentars klappt nicht ohne Weiteres. Mit einem einfachen Trick kommen Sie dennoch zum Ziel: Rendern Sie das Video zunächst ohne Ton. Während des Abspielens starten Sie dann ein Aufnahmeprogramm und zeichnen Ihre Kommentare in eine Audio-Datei beliebigen Formats auf. Anschließend rendern Sie das Video erneut und geben dabei das Audio als Untermalung an. So laufen Kommentar und Bild stets synchron.

Rechts unter der Ansicht des Zielbilds finden Sie ein mit Untertitel beschriftetes Eingabefeld. Versprechen Sie sich nicht zu viel davon: Zwar platziert Photofilmstrip dort eingegebenen Text korrekt im entsprechenden Bild, jedoch mit minimaler Schriftgröße. Zudem gibt es keine weiteren Konfigurationsmöglichkeiten wie etwa Farbanpassungen. Eine echte Untertitelsoftware ersetzt das Feature also nicht.

Die Untertiteldatei mit der Endung .srt finden Sie nach dem Rendern im selben Ordner wie das Video selbst. Mit Programmen wie zum Beispiel Gnome Subtitles oder auch nur einem einfachen Texteditor lassen sich die Inhalte nachbearbeiten, um etwa die Schriftfarbe oder den Schriftschnitt zu ändern.

Im Terminal

Bringt ein grafisches Programm auch eine Befehlszeilenvariante mit, ist das eigentlich eine erfreuliche Tatsache – schließlich lässt sich die Stapelverarbeitung größerer Bildmengen auf diese Weise oft leichter bewältigen. Tatsächlich lässt sich auch mit Photofilmstrip über das Kommando photofilmstrip-cli unter Angabe einer Projektdatei und eines Ausgabepfads ein Video im Terminal rendern (Abbildung 5). Allerdings haben die Entwickler das Konzept nicht ganz zu Ende gedacht: Es fehlt eine Option, spezielle Optionen an den im Hintergrund werkelnden Mencoder durchreichen zu können.

Abbildung 5: Die Befehlszeilenvariante von Photofilmstrip kennt nur wenige Optionen.

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